VKI: Sensitiv-Zahnpasten – durchwachsenes Ergebnis

4 von 18 Zahnpasten können nicht überzeugen

SENSITIV-ZAHNPASTEN SOLLEN EMPFINDLICHE ZÄHNE SCHONEN, SCHMERZEN LINDERN UND VOR KARIES SCHÜTZEN. GEMEINSAM MIT DER DEUTSCHEN STIFTUNG WARENTEST HAT DER VEREIN FÜR KONSUMENTENINFORMATION (VKI) 18 ZAHNPASTEN UNTERSUCHT, DIE ZUM ZEITPUNKT DER UNTERSUCHUNG IN ÖSTERREICH ERHÄLTLICH WAREN. DAS ERGEBNIS IST DURCHWACHSEN: ZEHN PRODUKTE SCHNEIDEN „GUT“ ODER „SEHR GUT“ AB, VIER PRODUKTE ERHALTEN DIE BEWERTUNG „DURCHSCHNITTLICH“ UND WEITERE VIER SIND „NICHT ZUFRIEDENSTELLEND“. DIE VIER PRODUKTE FIELEN DURCH, WEIL SIE KEIN FLUORID ENTHALTEN. DIE DETAILS ZUM TEST GIBT ES ONLINE AUF WWW.VKI.AT/ZAHNPASTEN-2026.

OHNE FLUORID KEIN KARIESSCHUTZ

„Fluorid ist der wichtigste Wirkstoff in Zahnpasta. Es hilft, der Zahnoberfläche Mineralien zurückzugeben und macht die Zähne widerstandsfähiger gegen Säuren, die Bakterien im Zahnbelag bilden“, informiert VKI-Projektleiter Christian Undeutsch. „Dass andere Stoffe vergleichbar gut vor Karies schützen, ist bisher nicht ausreichend nachgewiesen.“

14 der getesteten Pasten enthalten Fluorid in ausreichender Konzentration und schützen sehr gut vor Karies. Vier Produkte enthalten hingegen gar kein Fluorid: „Ben&Anna Sensitive Zahnpasta“, „Biomed Sensitive“, „Bioniq Repair-Zahncreme sensitiv akut“ und „Sante Vitamin B12 Sensitive Care Zahngel“. Keines dieser Produkte enthält einen anderen Wirkstoff, dessen Schutz vor Karies nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand ausreichend belegt ist. Sante ist zudem das einzige Produkt im Test, das keinen Wirkstoff gegen Schmerzempfindlichkeit enthält, obwohl das Gel als „Sensitive Care“ vermarktet wird.

TEILS ZU HOHER ABRIEB

Zahnpasta enthält winzige Putzkörper, oft aus Siliciumdioxid. Wie ein feines Scheuermittel lösen sie Beläge und Verfärbungen, tragen dabei aber auch etwas Zahnsubstanz ab. Das nennt man Abrieb. Auf der Packung wird dieser Wert meist nicht angegeben. Deshalb wurde er im Labor gemessen: Die getesteten Sensitiv-Zahnpasten von Dentalux, Meridol und Oral-B weisen einen mittleren, und damit einen vergleichsweise hohen, Abrieb auf. Alle anderen Produkte erreichen einen „niedrigen“ oder „sehr niedrigen“ Abrieb. Obwohl die drei genannten Pasten sehr gut vor Karies schützen, erhalten sie aufgrund des Abriebs die Bewertung „durchschnittlich“.

„Gesunden Zähnen schadet auch ein höherer Abrieb nicht, der harte Zahnschmelz hält ihn aus. An freiliegenden Zahnhälsen fehlt dieser Schutz. Dort setzt eine stark scheuernde Paste dem weichen Zahnzement zusätzlich zu“, erklärt Christian Undeutsch.

UNNÖTIG VIEL VERPACKUNG

Elf der 18 Produkte stecken zusätzlich in einer Faltschachtel, was unnötigen Verpackungsmüll verursacht. Von den 14 geprüften Verpackungen trägt nur jene von Dentalux klare Entsorgungshinweise. Die meisten Tuben lassen sich gut recyceln, jene von Lacalut hingegen nicht. Positiv: Alle geprüften Tuben sind gegen unbemerktes Öffnen vor dem Kauf gesichert.

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es auf www.vki.at/zahnpasten-2026.

O-Töne für Journalist:innen sind auf www.vki.at/Presse/PA-Sensitiv-Zahnpasten-2026 verfügbar.

VKI-Pressestelle
Telefon: +43 676 852270 256
E-Mail: presse@vki.at
Website: https://www.vki.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.