Neue Folgen „Schau-Fenster“ in ORF III und auf ORF ON

Slow-TV-Format mit ruhigen Bildern geht mit vier neuen Episoden weiter – von Kolkraben über die Mariazellerbahn bis zum MuseumsQuartier

Das erfolgreiche Slow-TV-Format „Schau-Fenster“ geht in die nächste Runde: Ab sofort sind neue Folgen einmal wöchentlich in der Nacht in ORF III zu sehen – und danach als Video-on-Demand auf ORF ON abrufbar. Ruhige Bilder, keine schnellen Schnitte, keine Reizüberflutung: „Schau-Fenster“ lädt zum Entschleunigen ein – für Menschen mit Demenz, für Gestresste und alle, die einfach durchatmen wollen.

Den Auftakt am 19. Oktober um 4.55 Uhr macht ein Besuch bei den Wildschweinen im Cumberland Wildpark Grünau im Salzkammergut. In dem 60 Hektar großen Park mit rund 500 Tieren aus etwa 70 Arten leben die Wildschweine in naturnahen, waldreichen Gehegen. „Schau-Fenster“ beobachtet das soziale Treiben der Tiere in aller Ruhe – ganz ohne Kommentar und Zeitdruck.

Am 27. Oktober um 4.25 Uhr führt die Reise zur Kolkraben-Forschungsstation Haidlhof in Bad Vöslau, Niederösterreich. Die weltweit anerkannte Station ist ein Zentrum für Verhaltens- und Kognitionsforschung an Kolkraben, Krähen und Keas. Forscherinnen und Forscher untersuchen dort unter anderem die „Theory of Mind“ dieser bemerkenswert intelligenten Vögel. „Schau-Fenster“ zeigt einen Ausschnitt aus dem Alltag der Tiere.

Am 2. November um 3.05 Uhr steigt das Publikum in die Mariazellerbahn ein – die längste elektrische Schmalspurbahn Österreichs. Auf 90 Kilometern verbindet sie St. Pölten mit dem Wallfahrtsort Mariazell, führt durch 16 Tunnel und über zahlreiche Viadukte, darunter der spektakuläre Saugrabenviadukt. „Schau-Fenster“ begleitet die Fahrt von Laubenbachmühle nach Mariazell – und wieder zurück.

Den Abschluss macht am 9. November um 3.05 Uhr ein stiller Tagesanbruch im Wiener MuseumsQuartier, das 2026 sein 25-jähriges Bestehen feiert. Das einstige Hofstallungsareal ist heute eines der bedeutendsten Kulturareale Europas – mit mumok, Leopold Museum und Kunsthalle Wien. „Schau-Fenster“ fängt den Moment ein, in dem das MQ erwacht: Menschen zu Fuß, auf Rädern, auf Rollern, Lieferwägen.

Slow TV als Angebot für viele

„Schau-Fenster“ wurde im Rahmen eines partizipativen Workshops gemeinsam mit Menschen mit Demenz sowie Angehörigen und Vertreterinnen und Vertretern der Österreichischen Demenzstrategie und Medienvertreterinnen und -vertretern des ORF entwickelt. In Österreich leben mehr als 170.000 Menschen mit Demenz. Herkömmliches Fernsehen überfordert viele von ihnen – zu viele Schnitte, zu hohe Informationsdichte, zu komplexe Handlungen. „Schau-Fenster“ setzt dagegen: einfache Motive, langsames Tempo, vertraute Orte. Die neuen Folgen von „Schau-Fenster“ sind ab dem jeweiligen Ausstrahlungsdatum auf ORF ON abrufbar.

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