Mayer/BMKÖS: „Kunst und Kultur müssen sicheres Arbeitsfeld für alle sein“
Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer nimmt Stellung zu den jüngst aufgebrachten neuen #MeToo-Vorwürfen in der Kulturbranche
„Es ist für mich unerträglich, dass wir erneut mit Missbrauchsvorwürfen im Kulturbereich konfrontiert sind. Jeder einzelne Fall macht mich betroffen, jeder einzelne Fall ist einer zu viel“, sagt Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer zu den aktuell diskutierten Vorwürfen in der Nachbetrachtung der Filmpreisgala letzte Woche.
„Kunst und Kultur müssen für alle, die in diesem Bereich arbeiten, ein sicheres Arbeitsfeld sein – und damit meine ich wirklich alle, unabhängig von Bekanntheit, Gage oder Tätigkeit. Das Kulturministerium wird auch weiterhin alles in seiner Macht stehende tun, um althergebrachte Strukturen aufzubrechen und damit dazu beizutragen, dass derartige Vorfälle nicht mehr passieren. Wenn nach wie vor der Eindruck besteht, dass ‚das System‘ Täter schütze, weil Opfer sich vor Konsequenzen fürchten müssten, trete ich dem entschieden entgegen: Das Kulturministerium steht an der Seite jedes und jeder Betroffenen und ist ganz sicher kein Teil eines solchen Systems. Ich habe daher mein Ressort und auch die externen Förderstellen erneut angewiesen, jedem Vorwurf im Rahmen der Möglichkeiten des Fördergebers nachzugehen und in Fällen, die sich erhärten lassen, die entsprechenden Behörden einzuschalten.“
„Gleichzeitig möchte ich an alle in der Branche appellieren: Diese Aufgabe ist eine gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten in Kunst und Kultur. Wir alle müssen hinschauen und inakzeptables Verhalten benennen, aber ohne uns in Spekulationen und Sensationslust zu ergehen. Dafür ist das Thema zu wichtig“, so die Staatssekretärin weiter. „Die öffentlichen Debatten sind – so schmerzhaft das bisweilen auch ist – gleichzeitig auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels und einer fortschrittlichen Entwicklung der Kulturbranche. Neue Stimmen werden hörbar, Fehlverhalten wird thematisiert und nicht mehr toleriert. Diese Sensibilisierung und Kultur des Hinschauens sind die wesentlichsten Bausteine für die Schaffung eines sicheren Arbeitsumfelds für alle. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Beratungsstelle Vera* hinweisen, aber auch auf weitere Hilfsangebote, die über den Kulturbereich hinausgehen. Keine Betroffene und kein Betroffener soll sich mehr alleine fühlen!“
Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Mag. (FH) Michael Weiß
Pressesprecher der Staatssekretärin für Kunst und Kultur
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