Taucher (SPÖ): Stadtrechnungshof-Lob für LED-Umrüstung – Einsparung von Energie, Kosten und Lichtverschmutzung durch moderne Beleuchtung
„‘Sterndal‘ schauen wird in Wien noch schöner. Bis Ende 2026 stellen wir in Wien die gesamte Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED Lampen um. Allein in der Donaustadt werden mehr als 12 Mio. Euro in den Lampentausch investiert. Diese Umstellung bringt neben dem Energiesparfaktor noch viele weitere Vorteile. Denn der Tausch wirkt sich auch positiv auf den Insektenschutz und auf die Artenvielfalt aus und ermöglicht zudem einen deutlich besseren Blick in den Nachthimmel. Studien haben gezeigt, dass moderne LED-Leuchten für einen Rückgang der Lichtverschmutzung sorgen und bis zu 80 % weniger Insekten anlocken. Das ist gut für die Natur und gut für uns Menschen“, so Gemeinderat Josef Taucher, SPÖ-Klubvorsitzender und Energiesprecher.
Die LED Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung Wiens läuft auf Hochtouren: Die zuständige Magistratsabteilung MA 33- Wien leuchtet hat für Wien eigene LED-Leuchten entwickelt und rüstet in großem Tempo auf sichere und energieeffiziente Beleuchtung um. Bislang wurden rund 96.000 Leuchten umgerüstet, davon 50.000 Seilhängeleuchten und fast 46.000 Mastansatzleuchten. Damit wird Energie eingespart, Lichtverschmutzung reduziert und Verkehrssicherheit durch eine einheitliche Lichtfarbe verbessert. Der Stadtrechnungshof hat den Lampentausch, konkret der Seilhängeleuchten, unter die Lupe genommen und viel Positives vermerkt: „So konnte z.B. im Betrachtungszeitraum der Jahre 2019 bis 2021 ein Rückgang des Energieverbrauches um rd. 8.400.000 kWh – das entspricht ca. 65 % – erzielt werden. Darüber hinaus führte die Umrüstung der Seilhängeleuchten auf LED-Technik zu einer nachweislich niedrigeren Anzahl an Störfällen. Auch ein geringerer Wartungsaufwand und ein damit verbundener geringerer Personalaufwand trugen zu einer Kostenreduzierung in diesem Bereich bei.“ Der geringere Wartungsaufwand ist gegeben, weil die neue LED Leuchte – die Wiener Standardleuchte einerseits ohne Werkzeug gewartet werden kann – andererseits die einzigartige mechanische Schnittstelle zwischen Gehäuse und Leuchteneinsatz der Grund für eine nun standardisierte Variante der ehemals 400 bestehenden alten Beleuchtungsmodelle ist. „Dadurch sollte eine Unabhängigkeit von einer externen Herstellerfirma, eine höhere Langlebigkeit, die nötige Flexibilität für etwaige künftige technologische Weiterentwicklungen der LED-Technik sowie eine geringe Wartungsintensität gewährleistet werden“, heißt es dazu im Bericht des Stadtrechnungshofes.
Besonders erwähnenswert: Die Energiekosten würden laut Bericht mit Beibehaltung der alten Beleuchtung um knapp ¼ höher ausfallen. Hervorgehoben wird ebenso, dass beim Leuchtmittelvergleich die „Lichtausbeute im Verhältnis zwischen einer konventionellen Glühlampe und einem LED-Leuchtmittel um das Siebenfache höher“ ist. Die Langlebigkeit der neuen Leuchten ist ebenfalls ein Pluspunkt.
START VON PHASE 3 – UMRÜSTUNG DER VINTAGELEUCHTEN
Die Umstellung auf LED-Leuchten in Wien geschieht in mehreren Phasen:
* Phase 1, die Umstellung der rund 50.000 Seilhängeleuchten wurde 2020 abgeschlossen.
* Phase 2 läuft bis 2027, es werden rund 78 000 Ansatzleuchten umgerüstet. Diese Umrüstung läuft auf Hochtouren, rund 46 000 wurden bereits getauscht.
* Phase 3 umfasst den Tausch der rund 7.000 Vintageleuchten. Dies sind Altstadtleuchten, Stephansplatzleuchten und U-Bahnleuchten. Von rund 7.000 Stück wurden bereits rund 2.500 Leuchtmittel getauscht. Trotz der Modernisierung bleiben bestimmte denkmalgeschützte Leuchten weiterhin Teil unseres Stadtbildes, da nur das Leuchtmittel neu entwickelt und getauscht wird, das Gehäuse dieser Leuchten bleibt in ihrer Außenwirkung erhalten.
REDUKTION DER LICHTVERSCHMUTZUNG – SCHUTZ FÜR INSEKTEN
Mittlerweile wird eine Energieeinsparung von durchschnittlich 60 % verzeichnet, auch andere Umweltfaktoren wurden bereits verbessert: Zum Beispiel konnte die Anlockung von Insekten um 80% reduziert werden, wie bereits Begleituntersuchungen mit der Wiener Umweltanwaltschaft belegen. Das Licht strahlt wenig bis gar nicht in den Nachthimmel hinaus, es wird genau dorthin gelenkt wo es benötigt wird. Dies wird ermöglicht durch das „Full-Cut-Off Design“ der Wiener Standardleuchte. Gehwege und die Straße werden gut beleuchtet, dabei aber Fassaden weniger angestrahlt.
Gut beleuchtete Straßen und Wege sind besonders wichtig, neben der besseren Sicht in den Abendstunden erhöhen sie ebenfalls das Sicherheitsgefühl der Menschen. Bei öffentlichen Parkanlagen und Plätzen, wie auch Unterführungen wird besonders darauf geachtet, dass die lichttechnische Gestaltung eine bessere Sicht bietet und dunkle Bereiche reduziert werden.
Die Stadt Wien arbeitet laufend an der Verbesserung der öffentlichen Beleuchtung. Damit Störungen und Ausfälle rasch behoben werden können, können sich die Bevölkerung direkt beim Lichttelefon: per Tel: 0800-33 80 33, per Mail an: lichttelefon@wien-info.at, oder dem Online-Störungsmeldeformular: https://www.wien.gv.at/verkehr/strassen/einrichtungen/beleuchtung/lichttelefon.html melden. (Schluss) sh
Sarah Hierhacker, MA
Wiener Landtags- und Gemeinderatsklub der SPÖ
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E-Mail: sarah.hierhacker@spw.at
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