Mental-Health-Barometer 2025: Studium macht krank, weibliche Studierende besonders betroffen

DER MENTALE GESUNDHEITSZUSTAND VON STUDIERENDEN BLEIBT ANGESPANNT: MEHR ALS DIE HÄLFTE STUFT IHRE PSYCHISCHE VERFASSUNG ALS „WENIGER GUT“ ODER „SCHLECHT“ EIN, AUCH DIE BEWERTUNG DER LEBENSQUALITÄT GEHT ZURÜCK. BESONDERS WEIBLICHE STUDIERENDE BERICHTEN VON SCHLECHTERER MENTALER UND KÖRPERLICHER GESUNDHEIT, HÖHEREM STRESS UND GERINGEREM SICHERHEITSEMPFINDEN AM CAMPUS. DAS ZEIGT DAS MENTAL-HEALTH-BAROMETER 2025 VON INSTAHELP UND STUDO.

Die Ergebnisse des fünften Mental-Health-Barometers zeichnen ein klares Bild: 56,7 Prozent der 6.080 Befragten geben an, dass es ihnen in den vergangenen 14 Tagen weniger gut oder schlecht gegangen ist – ein neuer Höchstwert seit Beginn der Erhebung 2021. Ein positiver Aspekt: Das Stigma rund um mentale Gesundheit nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Stuften 2021 noch 75,5 Prozent mentale Gesundheit als Tabuthema ein, waren es 2025 „nur“ noch 60,9 Prozent. Dennoch hat lediglich rund jede:r Dritte das Gefühl, wirklich offen über psychische Probleme sprechen zu können. Für Instahelp, die Plattform für psychologische Online-Beratung und -Therapie, unterstreicht das die Dringlichkeit niedrigschwelliger Angebote für junge Menschen.

STRESS UND UNSICHERHEIT: WEIBLICHE STUDIERENDE BESONDERS BELASTET

Zwar ist das Stressempfinden der Studierenden im Vergleich zu den Vorjahren gesunken, bleibt aber hoch: Über zwei Drittel (67,1 %) fühlen sich durch ihr Studium ziemlich bis sehr gestresst. Hoher Arbeitsaufwand, Prüfungsdruck, psychische Belastungen und finanzielle Sorgen zählen zu den größten Stressoren. Mehr als die Hälfte berichtet zusätzlich, dass aktuelle Weltgeschehnisse wie Inflation oder geopolitische Krisen ihre mentale Gesundheit spürbar beeinträchtigen.

Ein Blick auf die Geschlechter zeigt klare Unterschiede: Weiblichen Studierenden geht es psychisch wie körperlich signifikant schlechter als ihren männlichen Kommilitonen. Sie fühlen sich stärker gestresst, erleben globale Krisen sowie soziokulturelle Konflikte als intensivere Belastung für Psyche, Wohlbefinden und Studienleistung und fühlen sich am Campus deutlich weniger sicher.

_„Dass sich weibliche Studierende am Campus weniger sicher fühlen, ist ein ernst zu nehmendes Warnsignal“, _sagt Maximilian Ritter, Kooperationsmanager bei Studo, der App für Studierende, die an über 60 Hochschulen genutzt wird. _„Deshalb bieten wir in der Campus App mit Critical Alerting eine Notfall-Push-Benachrichtigung an, mit der Hochschulen Studierende in Gefahrenlagen sofort am Smartphone erreichen können“, _so Ritter.

MENTALE GESUNDHEIT: WICHTIG, ABER IM ALLTAG VERNACHLÄSSIGT

Auffällig ist der Widerspruch zwischen Haltung und Verhalten: 71,4 Prozent der Studierenden halten mentale und körperliche Gesundheit für gleich wichtig, doch im Alltag spiegelt sich das kaum wider. Knapp die Hälfte (48,8 %) investiert wöchentlich zwei bis fünf Stunden in Bewegung, Ernährung und soziale Kontakte – für die Psyche bleibt wenig Zeit. 67,9 Prozent nehmen sich keine bis maximal eine Stunde pro Woche für mentale Gesundheit, etwa durch Reflexion, Meditation oder Beratung.

Ein Paradoxon hinsichtlich dessen, dass mehr als die Hälfte der teilnehmenden Studierenden ihren psychischen Zustand als weniger gut oder schlecht beschreibt. Das Bewusstsein ist da – es scheint jedoch an Zeit, Routinen und Strukturen zu fehlen, um wirklich gut für sich sorgen zu können.

_„Es fehlt nicht am Willen, sondern an Strukturen und leistbarer Versorgung“, _betont in diesem Kontext Dr. Bernadette Frech, CEO von Instahelp._ „Wer zwischen Studium, Nebenjob und Alltagsstress kaum Ressourcen hat und gleichzeitig hohe Kosten trägt, schiebt den Schritt zur Hilfe oft lange auf.“ _Hoffnung macht die Kostenübernahme klinisch-psychologischer Behandlung als Kassenleistung in Österreich ab 2026. _„Das ist ein wichtiger Schritt, darf aber nur der Anfang sein“, _so Frech._ _

HOHE HÜRDEN BEIM ZUGANG ZU UNTERSTÜTZUNG

Die Bereitschaft, Hilfe zu suchen, ist groß: 86,3 Prozent der Studierenden wünschen sich bei mentalen Problemen professionelle Unterstützung. Doch nur knapp die Hälfte (47,7 %) hält es für realistisch, diesen Schritt auch tatsächlich zu gehen. Gerade weibliche Studierende wären eher bereit, Hilfe anzunehmen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Vor allem finanzielle Hürden bremsen aber: Viele weichen daher auf Selbstrecherche und Selbsthilfe aus. Wären Kosten kein Thema, würden Studierende vor allem Coaching, psychologische Behandlung und Psychotherapie vor Ort, Studierendenberatung sowie psychologische Online-Beratung wie Instahelp bevorzugen.
ÜBER DAS MENTAL-HEALTH-BAROMETER 2025

Insta Communications GmbH
Diane Riedel
Telefon: +49 89 12 50 30 39-0
E-Mail: diane.riedel@instahelp.me
Website: https://instahelp.me

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.