NEOS: Die Schule muss auf das echte Leben vorbereiten

Von Künsberg Sarre: „Es ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler Medienkompetenz und den kritischen Umgang mit KI lernen. Typisch, dass die Gewerkschaft reflexartig dagegen ist.“

„Das reflexartige Nein zu jeglicher Reform, das von mancher Seite jetzt kommt, ist so typisch für Österreich und zeigt, warum unser Land in so vielen Bereichen so schlecht dasteht“, sagt NEOS-Bildungssprecherin Martina von Künsberg Sarre zur Kritik der Lehrergewerkschaft an den Plänen von Bildungsminister Christoph Wiederkehr, die Lehrpläne der AHS-Oberstufe weiterzuentwickeln und an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. „Wer stur Nein zu einer Reduktion der Latein-Stunden sagt, muss sagen, was er stattdessen kürzen würde, um Platz für neue, dringend notwendige Fächer zu schaffen.“

Dass die Schule auf gesellschaftspolitische Umbrüche und neue digitale Herausforderungen reagieren muss und entsprechend neue Schwerpunkte gesetzt werden müssen, sei unbestritten, so von Künsberg Sarre. „In den Fächern Informatik und Künstliche Intelligenz sowie Medien und Demokratie lernen die Schülerinnen und Schüler Medienkompetenz und den kritischen Umgang mit der KI – das ist notwendig, um sie gut aufs Leben vorzubereiten. Und für uns NEOS ist völlig klar, dass man, wenn man neue Fächer einführt, bei anderen kürzen muss – wir können nicht, wie in der Vergangenheit, immer mehr und mehr Fächer einführen, alles andere gleich lassen und Schülerinnen und Schülern genauso wie dem Lehrpersonal noch mehr Unterricht aufbürden.“

Zudem würde der Vorschlag des Bildungsministers nicht bedeuten, dass Latein abgeschafft wird, betont von Künsberg Sarre. „Latein bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Bildungsangebots, jedoch nicht zwingend für jede und jeden verpflichtend im bisherigen Ausmaß. Es würden lediglich die verpflichtenden Lateinstunden von 12 auf 8 Stunden gekürzt. Und durch den schulautonomen Gestaltungsspielraum können Schulen auch weitere Latein-Stunden einführen. Die künstliche Aufregung der Gewerkschaft geht also völlig ins Leere. Ich erwarte mir von einer Gewerkschaft, dass sie sich konstruktiv einbringt und nicht jede Veränderung im Schulsystem von vornherein ablehnt.“

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