RTR-Rundfunkfonds fördern 2026 Vielfalt und Ausbau des Informationsangebotes in TV und Radio deutlich – Schwerpunkte Regional und Lokal

Entscheidungen zum 1. Einreichtermin 2026 für Privatrundfunkfonds und Nichtkommerziellen Rundfunkfonds veröffentlicht

Die Anhebung der Bundes-Fördermittel für den PRIVATRUNDFUNKFONDS und für den NICHTKOMMERZIELLEN RUNDFUNKFONDS im Sommer 2024 zeigt eine klar erkennbare Wirkung auf die Produktion von Informationsangeboten bei Österreichs privaten Fernseh- und Radioprogrammen.

Der für die Fördervergabe zuständige Fachbereich Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR MEDIEN) meldet für den ERSTEN EINREICHTERMIN 2026 DES PRIVATRUNDFUNKFONDS eine ZUNAHME GEFÖRDERTER TV-PROJEKTE UM KNAPP 26 % und eine ANHEBUNG DER GESAMTFÖRDERSUMME IM BEREICH TV UM rund 29 % im Vergleich zum ersten Einreichtermin im Jahr 2024 vor Erhöhung der Mittel. Im Fokus der Fördermittelvergabe stehen REGIONALE UND LOKALE PROGRAMMANBIETER, deren GESAMTFÖRDERUNG FÜR 2026 gegenüber 2024 UM RUND 43 % ERHÖHT werden konnte. Das Gesamtfördervolumen im Bereich Hörfunk stieg um knapp 17 %, für Nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter um insgesamt knapp 29 %.

Im Juli 2024 hatte der Gesetzgeber die Mittel des Privatrundfunkfonds um 5 Millionen Euro auf jährlich 25 Millionen Euro und die Mittel des Nichtkommerziellen Rundfunkfonds für freie Radio- und TV-Angebote um 1,25 Millionen Euro auf 6,25 Millionen Euro angehoben. Die Erhöhungen standen jedoch erst zum 2. Fördertermin 2024 zur Verfügung und konnten daher im betreffenden Jahr nicht mehr ausgeschöpft werden. Insbesondere der erste der jährlich zwei Einreichtermine ist für die Jahresplanung der Programmveranstalter von besonderer Bedeutung. So wurden 2024 rund 3,4 Millionen Euro im Privatrundfunkfonds und knapp 1,1 Millionen Euro im Nichtkommerziellen Rundfunkfonds in das Budget 2025 vorgetragen.

„Im direkten Vergleich der Förderergebnisse aus den jeweils ersten Einreichterminen der Jahre 2024 und 2026 können wir erstmals einen realistischen, bereinigten Effekt der Fonds-Erhöhungen aus dem Jahr 2024 darstellen“, erläutert WOLFGANG STRUBER, GESCHÄFTSFÜHRER DER RTR MEDIEN. „Da ein Großteil der Erhöhung 2024 nicht mehr in das Verfahren zur Vergabe der Rundfunkförderung des betreffenden Jahres einfließen konnte und daher in das Budget des Folgejahres eingestellt wurde, stellte das Förderjahr 2025 eine Ausnahmesituation mit einem einmalig besonders hoch ausgestatteten Fördertopf, mehr Projektförderungen und besonders hohen Förderquoten dar. Aber auch die Förderergebnisse 2026 zeigen einen deutlichen Zuwachs an Inhalteförderung im Privatfunk“, so Struber.

Mit einer ANHEBUNG DER GESAMTFÖRDERSUMME FÜR PROJEKTE BUNDESWEITER PRIVATFERNSEHVERANSTALTER UM KNAPP 22 % UND FÜR REGIONALE TV-ANBIETER UM KNAPP 43 % im Vergleich zum ersten Einreichtermin 2024, folgt der Privatrundfunkfonds auch 2026 dem Kurs einer bedarfsgerechten Stärkung von Inhalts-, Medien- und Meinungsvielfalt. Der Abfluss von Werbegeld zu den großen Tech-Plattformen verschärft den wirtschaftlichen Druck auf österreichische Medien immer mehr – und trifft regionale und lokale Anbieter besonders.

„Für die demokratiepolitische Information und Bildung in Österreich braucht es journalistische Inhalte aus heimischer, regionaler und lokaler Kompetenz. Allerdings schwindet jährlich die Finanzierungsgrundlage in Form von Werbung an die großen, internationalen Online-Konzerne, die ihr Informationsangebot und ihren Erfolg auch aus den Produkten österreichischer Medienhäuser generieren, was im Zusammenhang mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz nochmals verschärft wird. Unsere FÖRDERUNGEN TRAGEN ENTSCHEIDEND DAZU BEI, um die daraus resultierenden MASSIVEN HERAUSFORDERUNGEN FÜR ÖSTERREICHS MEDIENVIELFALT ABZUMILDERN“, sagt WOLFGANG STRUBER.

Nach Prüfung der Förderansuchen zum ersten Einreichtermin 2026 durch die Förderabteilung der RTR auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Kriterienerfüllung sowie nach ausführlicher Beratung und Zustimmung durch alle Fachbeiratsmitglieder, erhalten insgesamt 341 Projekte eine Förderzusage mit einem Gesamtfördervolumen von rund 23 Millionen Euro aus dem Privatrundfunkfonds. Darunter sind 224 Hörfunkprojekte, 112 TV-Projekte und 5 Projekte von Ausbildungseinrichtungen.

Aus dem Nichtkommerziellen Rundfunkfonds wurden Förderungen in Höhe von gut 6 Millionen Euro für 87 Projekte zugesagt, darunter 73 Hörfunk- und 12 TV-Projekte sowie 2 Projekte von Ausbildungseinrichtungen.

Restmittel aus beiden Fonds bleiben einer Vergabe für kurzfristig geplante Projekte in einem zweiten Einreichtermin von Mitte April bis Mitte Mai 2026 vorbehalten.

Die geförderten Projekte und Medienunternehmen und die einzelnen Fördersummen sind umfassend auf der Website der RTR unter https://www.rtr.at/Entscheidungen_PRRF (Privatrundfunkfonds) und unter https://www.rtr.at/Entscheidungen_NKRF (Nichtkommerzieller Rundfunkfonds).

ÜBER DIE RTR MEDIEN

Der Fachbereich Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien) ist Österreichs größte Förderstelle für Medienunternehmen (Radio, Fernsehen, Print, Audio-Podcast) und unterstützt mit dem Fernsehfonds Austria Fernsehfilm-Produktionen und damit internationale Investitionen in den heimischen Filmstandort. Als Kompetenzzentrum dieser Märkte, teilt die RTR Medien ihr Wissen in Studien, Berichten oder Veranstaltungen. Die RTR mit ihren Fachbereichen Medien sowie Telekommunikation und Post (RTR.TELEKOM.POST) ist Geschäftsstelle der Kommunikationsbehörde Austria (KOMMAUSTRIA), der Telekom Control Kommission (TKK) und der Post Control Kommission (PCK). Geschäftsführer der RTR Medien ist Mag. Wolfgang Struber, Geschäftsführer der RTR.Telekom.Post ist Dr. Klaus M. Steinmaurer. rtr.at

Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH
Andreas Kunigk
Telefon: +43 1 58058 168
E-Mail: andreas.kunigk@rtr.at
Website: https://www.rtr.at/Medien

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