SPÖ-Regner: Armut in Europa bis 2050 besiegen!
EU-Parlament fordert konkrete Maßnahmen zur Armutsbekämpfung
Das EU-Parlament hat heute einen Bericht verabschiedet, der zur Bekämpfung von Armut in Europa aufruft. Auf Druck der Sozialdemokrat:innen soll die EU-Kommission noch in diesem Jahr eine Strategie dazu vorlegen. Die Forderungen dafür finden sich im heute beschlossenen Bericht. Evelyn Regner, Mitglied im Beschäftigungs- und Sozialausschuss, sieht großen Aufholbedarf. Sie sagt: „Wenn wir über Armut sprechen, haben wir nur selten das Bild von Europa im Kopf. Europa ist im internationalen Vergleich zwar wohlhabend, aber der Wohlstand ist extrem ungleich verteilt. Die Schere zwischen Arm und Reich wächst sogar immer weiter. Armut ist auch europäische Realität und oft unsichtbar. Sie äußert sich zum Beispiel in einer kalten Wohnung oder dem fehlenden Pausenbrot. Ganze 93,3 Millionen Menschen, darunter fast 20 Millionen Kinder, sind derzeit in der EU armutsgefährdet. Die Folgen sind fatal, nicht nur für die vielen Einzelschicksale. Häufig führt Armut zu Isolation und hat somit gravierende Auswirkungen für unsere gesamte Gesellschaft.“ ****
Regner weiter: „Wenn wir das Ziel erreichen wollen, Armut in der EU bis 2050 zu besiegen, bleibt noch viel zu tun. Es hilft sicher kein 1-Euro-Burger Menü, es braucht konkrete Schritte wie ein europäisches Anti-Armuts-Gesetz, inklusive dem verbindlichen 2050-Ziel. Auch im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen muss die Bekämpfung von Armut im Fokus stehen, insbesondere in Form der Aufstockung des Europäischen Sozialfonds und einer Festschreibung von 20 Milliarden Euro für die EU-Kindergarantie. Gleichzeitig dürfen wir Armut nicht mit Arbeitslosigkeit gleichsetzen: 11Prozent der europäischen Arbeiter:innen drohen, in die Armut abzurutschen. Das heißt, wir müssen weiterhin gegen Ausbeutung zum Beispiel in den Lagerhäusern amerikanischer Multis kämpfen und für faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen. Dazu gehört auch der Kampf gegen missbräuchliche Subunternehmerketten. Auch gegen diese Praxis haben wir heute im Plenum ein starkes Zeichen gesetzt.“ (Schluss) ls
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
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