FPÖ – Kassegger/Hammerl: „Österreich-Tarif“ des Verbund ist gleich einmal um über 25% teurer als versprochen
Nächster Marketingschmäh der Bundesregierung aufgeflogen
Die Bundesregierung hat einen „Österreich-Tarif“ des Verbund von unter 10 Cent pro Kilowattstunde angekündigt und diesen als großen Erfolg verkauft. Die Realität sieht nun anders aus, denn der tatsächliche Tarif beträgt 12,50 Cent netto pro Kilowattstunde. Der Preis unter 10 Cent ist lediglich das Ergebnis eines befristeten Einmalrabatts im ersten Vertragsjahr – danach zahlen die Kunden den deutlich höheren Energiepreis.
Für die beiden FPÖ-Energiesprecher und Nationalratsabgeordneten Axel Kassegger und Paul Hammerl ist klar: „Diese Bundesregierung ist zum reinen Ankündigungsmeister verkommen, denn schon wieder wurden sie dabei erwischt, wie sie bewusst die Bürger täuschen. Versprochen wurde ein „Österreich Tarif“ zum Sensationspreis, gekommen ist ein Einmalrabatt im ersten Vertragsjahr und ein durchschnittlicher Energiepreis, wie ihn ohnehin viele anderen Versorger anbieten.“
Besonders kritisch sehen die Abgeordneten die Täuschung mittels Einmalrabatten. Diese Art der Preisverschleierung wurde schon mehrfach kritisiert, so auch von der Taskforce Strom- und Gasmärkte der Bundeswettbewerbsbehörde und der E-Control. Wie diese Taskforce bekanntlich in ihrem Bericht feststellte, sehen sich Kunden damit einer hohen Intransparenz ausgesetzt. Mit den Einmalrabatten werden oft hohe Energiepreise verschleiert, die erst im zweiten Vertragsjahr zur Anwendung kommen. Oft haben die Kunden dabei schon lange vergessen, dass sie tunlichst wieder wechseln müssten. Die böse Überraschung erfahren sie aber erst nach der Abrechnung des zweiten Vertragsjahres.
Besonders problematisch ist dabei die geringe Wechselbereitschaft: Nur 4,7 Prozent der Stromkunden wechseln jährlich ihren Anbieter. Viele Kunden bleiben nach dem ersten Jahr beim Anbieter und zahlen dann unbemerkt deutlich höhere Preise. „Einmalrabatte sind keine echte Entlastung, sondern eine Mogelpackung. Genau dieses System wird nun von der Bundesregierung auch noch als Erfolg verkauft. Statt echter, nachhaltiger Entlastung gibt es wieder einmal nur Überschriften und PR. Die Bundesregierung muss endlich aufhören, den Menschen Sand in die Augen zu streuen“, so Kassegger und Hammerl abschließend.
Freiheitlicher Parlamentsklub
Telefon: 01/40110-7012
E-Mail: presse-klub@fpk.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.