OnkoMobil: Digital unterstützte Nachsorge

AIT digitalisiert die Brustkrebs-Nachsorge in der Steiermark gemeinsam mit KAGes, MedUniGraz und telbiomed

Das AIT Austrian Institute of Technology entwickelt gemeinsam mit der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes), der MedUniGraz und dem AIT-Spin-off telbiomed mit ONKOMOBIL eine digitale Lösung für die strukturierte onkologische Nachsorge. Brustkrebs wurde als erster Einsatzbereich priorisiert. Die Web-Anwendung unterstützt Patientinnen und Behandlungsteams in der Steiermark mit klar definierten Nachsorgeschritten, gebündelten Informationen und sicheren digitalen Kommunikationswegen.

Die onkologische Nachsorge erstreckt sich über viele Jahre und umfasst zahlreiche Disziplinen in einem Krankenhaus. So sind beispielsweise am LKH-Univ. Klinikum Graz mehrere Klinikambulanzen und unterschiedliche Berufsgruppen involviert, wie Ärzt:innen, Pflegefachkräfte oder Psychoonkolog:innen. Generell findet die onkologische Nachsorge mehrheitlich im Krankenhaus statt. Einige Untersuchungen eignen sich jedoch besonders, um sie wohnortnäher bei Patientinnen durchzuführen. Zu diesem Zweck wird OnkoMobil entwickelt, damit Patientinnen nicht nur digital und sicher durch die Nachsorge geführt werden, sondern auch außerhalb des Krankenhauses ihre Nachsorgetermine in gleichbleibender Qualität wahrnehmen können.

„Mit OnkoMobil wird die Nachsorge wohnortzentriert und digital organisiert. Ein leitlinienkonformer Behandlungspfad für Brustkrebspatientinnen, transparente Prozesse für alle Beteiligten, verlässliche Daten und die Möglichkeit eines Telekonsils mit den Expert:innen im Krankenhaus runden das Angebot ab. Das und noch vieles mehr werden mit OnkoMobil – gemeinsam mit KAGes, MedUniGraz und telbiomed – umgesetzt“, erklärt ANGELIKA RZEPKA, Digital Health Expertin am AIT.

BAUSTEIN IM DIGITAL-HEALTH-PORTFOLIO DES AIT

OnkoMobil ist Teil des Digital-Health-Portfolios des AIT, das sich auf die Digitalisierung medizinischer Behandlungspfade konzentriert. Zum Einsatz kommen erprobte, modulare Komponenten wie sicherer Zugang, strukturierte Verlaufsdokumentation und integrierte Videobetreuung. Ziel ist es, Abläufe zu vereinheitlichen und skalierbar zu machen, um Behandlungsteams zu entlasten und Patientinnen eine verlässliche, wohnortnahe Nachsorge zu bieten.

Die Lösung baut auf der langjährigen Erfahrung des AIT mit modularen Digital-Health-Systemen für integrierte Versorgung auf, unter anderem auf dem flexiblen KIOLA-Framework, das im kardiologischen Umfeld auch für HerzMobil im Einsatz ist.

PERSPEKTIVE: SKALIERBARE DIGITALE VERSORGUNGSPFADE

OnkoMobil stellt eine reale Anwendung der Digital Health Plattform für die Unterstützung von Versorgungspfaden mit vernetzter Betreuung und aktiver Teilnahme der Patientinnen dar. Perspektivisch können – in Abstimmung mit klinischen Partner:innen und unter Einhaltung regulatorischer Vorgaben – auch diagnostische Daten, Biomarker sowie geprüfte Analysen von Vital- und Biosignalen eingebunden werden. Damit entsteht eine indikationsspezifische, skalierbare Nachsorgeplattform ohne Brüche im Informationsfluss.

Mit der schrittweisen Einführung von OnkoMobil sollen Wege und Wartezeiten reduziert, die Dokumentation und Entscheidungsfindung transparenter und die Zusammenarbeit zwischen intra- und extramuraler Versorgung verbessert werden. Das Modell ist auf weitere Tumorentitäten und chronische Erkrankungen übertragbar und fügt sich in die bestehende Digital-Health-Landschaft der Steiermark ein.
Weitere Informationen:

Fabian Purtscher
Marketing and Communications
Center for Health & Bioresources
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
T +43505504406 | M +436648251322
fabian.purtscher@ait.ac.at | www.ait.ac.at

Mag. Michael H. Hlava
Head of Corporate and Marketing Communications
AIT Austrian Institute of Technology
T +43505504014
michael.h.hlava@ait.ac.at I www.ait.ac.at

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