20. Jubiläum „Olympia Doppelgold für Michaela Dorfmeister“
LH Mikl-Leitner: „Eine ganz große Niederösterreicherin, die ihre Bodenhaftung nie verloren hat“
Vor genau 20 Jahren schrieb Michaela Dorfmeister Sportgeschichte: Mit Doppel-Gold in der Abfahrt und im Super-G bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 versetzte sie ganz Niederösterreich in einen Ausnahmezustand. Anlässlich dieses Jubiläums würdigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Ausnahmesportlerin nun offiziell und überreichte ihr als Zeichen der Anerkennung den „Gläsernen Leopold“.
Mikl-Leitner erinnerte an die emotionalen Tage im Februar 2006. „Ganz Niederösterreich hat vor dem Fernseher die Daumen gedrückt, mitgefiebert und gejubelt. Erst die Wahnsinns-Abfahrt – als erste Österreicherin seit Annemarie Moser-Pröll Olympia-Gold in dieser Disziplin – und nur fünf Tage später das legendäre Speed-Double im Super-G.“ Besonders beeindruckt habe sie, wie Dorfmeister nach einer gefährlichen Situation in St. Moritz kurz zuvor mentale Stärke bewies. Man habe gespürt: „Da steht eine Athletin am Start, die aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt ist und die genau weiß: Jetzt ist meine Zeit gekommen.“
Dorfmeister sei aber nicht nur wegen ihrer Weltcupsiege und WM-Titel ein Vorbild. „Du bist eine ganz große Niederösterreicherin, fest in unserem Bundesland verwurzelt, die ihre Bodenhaftung nie verloren hat und vor allem bist du ein großes Vorbild für unsere Kinder und Jugendlichen“, betonte die Landeshauptfrau. Sie sprach vom Weg von den ersten Schwüngen am Unterberg über die Skihauptschule Lilienfeld – an dieser Stelle hob Mikl-Leitner ihren Vorgänger, Landeshauptmann a. D. Erwin Pröll hervor: „Du hast bei unserer Michi den richtigen Riecher gehabt und sie mit der Umbenennung zur ,Michaela Dorfmeister Schule´ zu einem noch größeren Vorbild für unsere jungen Talente gemacht.“
Die Erfolgsgeschichte von Michaela Dorfmeister sei der Grund, warum Niederösterreich ganz bewusst in Breiten-, Nachwuchs- und Spitzensport investiere, führte die Landeshauptfrau aus. „Wir wollen Familienskiland Nummer eins bleiben, Chancen schaffen und Talente fördern, und du bist dafür die Richtige, weil du junge Menschen motivierst und förderst. Danke für deine Verbundenheit.“
Michaela Dorfmeister sprach unter anderem über die Tage zwischen ihren beiden Goldmedaillen. „Das hätten vier Tage sein sollen, wegen Schneefalls wurde das Rennen aber verschoben und es sind fünf Tage geworden – wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meine erste Medaille noch mehr gefeiert“, erzählte sie. Auf die Frage, wie ihr Doppel-Olympiasieg ihr Leben verändert habe und ob es schwer sei, nach einem solchen Erfolg auf dem Boden zu bleiben, meinte Dorfmeister: „Nein – warum soll ich abheben, nur weil ich schnell skifahren kann. Jeder Mensch kann etwas anderes gut, aber nicht für alles gibt es eben eine Medaille.“
Zahlreiche Gäste folgten Michaela Dorfmeister zur heutigen Feier zum 20. Jubiläum ihres Doppel-Olympiasieges 2006 in Turin – neben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landeshauptmann a. D. Erwin Pröll feierten ihre Eltern Josef und Christine, Tochter Lea und Lebensgefährte Thomas, Freunde und Wegbegleiter genauso wie zahlreiche Sponsoren und Sportgrößen. Unter anderem lud die Jubilarin Skispringer Thomas Morgenstern in „Die Wachauerin“, der sich vor 20 Jahren ebenfalls zum Olympiasieger krönte.
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