„kulturMONTAG“: Oscar-Verleihung, „Braunschlag“-Comeback, Salzburgs Königsdrama

Danach: Dokumentation „Hollywood Babylon“ – am 16. März, ab 22.30 Uhr, ORF 2 und ORF ON

Der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMONTAG“ am 16. März 2026 um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON schaut zurück auf die in der Nacht davor stattgefundene Oscar-Gala, blickt weiters hinter die Kulissen der Fortsetzung zur TV-Kultserie „Braunschlag“ und berichtet über das Königsdrama rund um die Führungsfrage der Salzburger Festspiele. Anschließend an das Magazin steht im Rahmen des ORF-Oscar-Schwerpunkts die Doku-Premiere „Hollywood Babylon“ (23.15 Uhr) auf dem Programm.

Freudentaumel und Fehlanzeigen – Die 98. Oscar-Gala

Zum 98. Mal heißt es heuer wieder in Los Angeles: „And the Oscar goes to …“. Mit einem Rekord von 16 Nominierungen kann sich „Blood & Sinners“ von Ryan Coogler gute Chancen ausrechnen, doch auch „Hamnet“ von Chloé Zhao oder „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson gelten als starke Kandidaten. Spannend bleibt auch, wie politisch sich die diesjährigen Preisträger:innen äußern werden. War im vergangenen Jahr nicht viel Kritik an US-Präsident Donald Trump zu hören, haben sich die Vorzeichen 2026 dramatisch geändert. ORF-Filmexperte Christian Konrad berichtet nach der in der Nacht von Sonntag auf Montag stattgefundenen 98. Oscar-Verleihung live aus Los Angeles.

Reise ins Zurück – Die Kultserie „Braunschlag“

2012 machte „Braunschlag“ Furore. Jetzt – 14 Jahre später – kommt die Kultserie in Form eines zweiteiligen Specials – jeweils in Spielfilmlänge – zurück. Unter dem Titel „Braunschlag 1986“ hat Regisseur und Drehbuchautor David Schalko die Geschichte rund um das fiktive Dorf Braunschlag und seine Bewohnerinnen und Bewohner weiterentwickelt. Für die Dreharbeiten konnte das ursprüngliche Ensemble wiedervereint werden. Publikumslieblinge wie Nicholas Ofczarek, Maria Hofstätter, Robert Palfrader oder Nina Proll werden gemeinsam in das gesellschaftlich und politisch interessante Jahr 1986 versetzt. Entstanden ist eine komische wie bitterböse Satire, die tief in die österreichische Seele blicken lässt. Der „kulturMONTAG“ war beim Dreh dabei – zu sehen ist die Produktion bereits am 20. und 21. März, um 20.15 Uhr in ORF 1 sowie jeweils 24 Stunden vorab auf ORF ON.

Salzburger Festspiele – Ein Königsdrama

Die Führungsfrage der Salzburger Festspiele hat sich zum kulturpolitischen Drama des Jahres entwickelt, andere nennen es eine Posse. Markus Hinterhäusers Tage als Intendant scheinen auf jeden Fall gezählt, denn zu Beginn des Jahres hatte sich die Vertrauenskrise mit dem Kuratorium zugespitzt – ausgelöst durch den Bestellungsvorgang für eine neue Schauspielleitung. Mit Spannung wird die nächste Kuratoriumssitzung am Freitag erwartet. Neben der Frage, wie lange Markus Hinterhäuser noch im Amt bleibt, geht es um die Entscheidung hinsichtlich des Jobs der Präsidentin, außerdem um die Finanzierung der aufwendigen Umbauarbeiten des Festspielbezirks. Um die Kunst dreht sich in diesem Konflikt schon lange nichts mehr und auch im Feuilleton wird hitzig diskutiert. Der „kulturMONTAG“ hat die Meinungen namhafter Kulturjournalistinnen und -journalisten eingeholt.

Dokumentation „Hollywood Babylon“ (23.15 Uhr)

Bibelfeste Konservative ziehen gegen sexuelle Freizügigkeit, Drogenkonsum und die allgemeine Verlotterung der Sitten zu Felde. Besonders das liberale Hollywood, das immer wieder Grenzen gesellschaftlicher Konvention auslotet, ist ihnen ein Dorn im Auge. Es sind prüde, ja repressive Zeiten. Nicht von der Gegenwart ist hier die Rede, sondern von den 1920er Jahren, den vielzitierten „Roaring Twenties“. Innerhalb nur eines Jahrzehntes hatte ein Immobilienprojekt namens „Hollywoodland“ an der kalifornischen Küste die Metamorphose zur gigantischen Unterhaltungsmaschinerie vollzogen: Das „Land“ war aus dem Schriftzug verschwunden, was blieb, war schlicht „Hollywood“. Der Alkohol floss trotz Prohibition in Strömen, auf den Filmsets staubte es nur so von – zunächst legalem – Kokain, die Party wollte kein Ende nehmen. Bis die katholische Kirche und protestantische Prediger in diesem „Sodom und Gomorrha“ hart durchgriffen und der Industrie einen strengen Moralkodex überstülpten. Die Regisseurinnen Clara und Julia Kuperberg zeichnen das Sittenbild einer Ära, in der die Mafia kräftig in der Traumfabrik mitmischte, Sexskandale auf der Tagesordnung standen und das Aufkommen des Tonfilms unzählige Karrieren ruinierte. Die Doku macht deutlich, wie die ständigen Pendelbewegungen zwischen gesellschaftlicher Offenheit und Prüderie im Film ihren Niederschlag fanden. Zu Wort kommt unter anderen Regisseur Damien Chazelle, der mit seinem Werk „Babylon“ der Epoche ein Denkmal setzte.

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