Matura, aber was dann? Umfrage zeigt großen Orientierungsbedarf bei jungen Menschen

Umfrage der Maturant:innen-Initiative mit knapp 1.000 Maturant:innen zeigt: Nur ein Drittel hat einen Plan nach der Matura. Chatbots dienen bei knapp 30 % als Informationsquelle.

Nächste Woche startet in Österreich die schriftliche Matura. Für mehr als 45.000 Maturant:innen beginnt damit nicht nur die intensive Prüfungsphase, sondern auch eine zentrale Zukunftsfrage: Was kommt nach der Matura? Im Rahmen einer aktuellen Befragung unter KNAPP 1.000 MATURANT:INNEN UND MATURA-NAHEN JUNGEN MENSCHEN wurde erhoben, wie sicher junge Menschen in ihrer Zukunftsplanung sind, welche Informationsquellen sie nutzen, welche Wege sie nach der Matura in Betracht ziehen und welche Aspekte ihnen im zukünftigen Job wichtig sind.

Die Ergebnisse zeigen ein deutliches Bild: Viele junge Menschen stehen kurz vor einem wichtigen Wendepunkt, fühlen sich dabei aber noch nicht vollständig orientiert. Nur 31,5 % geben an, bereits einen klaren Plan für die Zeit nach der Matura zu haben. Die größte Gruppe, 44,6 %, ist zwar eher sicher, schwankt aber noch zwischen mehreren Optionen. Weitere 19,4 % sagen, dass sie noch Orientierung brauchen, und 4,5 % haben aktuell noch gar keine konkrete Vorstellung davon, wie es nach der Matura weitergehen soll. Diese Ergebnisse zeigen, wie relevant strukturierte Bildungs- und Zukunftsorientierung in der Phase rund um die Matura ist. Die Maturant:innen-Initiative setzt genau an diesem Punkt an, indem sie Informationen zu möglichen Bildungs- und Berufswegen bündelt und damit Orientierung in dieser Entscheidungsphase gibt.

STUDIEREN NACH DER MATURA AUF PLATZ 1

Gleichzeitig wird deutlich, wohin die Interessen vieler junger Menschen gehen: Für 59,4 % ist ein STUDIUM derzeit die attraktivste Richtung nach der Matura. Dahinter folgen AUSLAND UND REISEN mit 18,1 % sowie der direkte Einstieg ins Berufsleben mit 11 %. Themen wie Selbstständigkeit oder klassische Ausbildung spielen im Vergleich dazu eine geringere Rolle.

GOOGLE BIS TIKTOK UND CHATBOTS WICHTIGE ANLAUFSTELLE FÜR DIE ORIENTIERUNG

Auch der Blick auf die genutzten Informationsquellen ist für die Ansprache junger Menschen aufschlussreich. Die wichtigste Quelle rund um Studium, Beruf und Zukunft ist mit großem Abstand GOOGLE BZW. WEBSITES (81,6 %). Danach folgen ELTERN (48,7 %), FREUND:INNEN (43,7 %), INSTAGRAM/TIKTOK (40,4 %) und LEHRER:INNEN (39,1 %). Auffällig ist zudem, dass KI-CHATS WIE CHATGPT BEREITS VON 28,8 % als Informationsquelle genutzt werden. Das zeigt, wie stark sich die Informationssuche junger Zielgruppen verändert und wie wichtig es ist, mit relevanten Inhalten in digitalen Kontexten sichtbar zu sein.

EINKOMMEN UND WORK-LIFE-BALANCE AM WICHTIGSTEN FÜR DIE ZUKUNFTSFRAGE

Auch bei den Erwartungen an das spätere Berufsleben zeigt sich ein klares Profil. Besonders wichtig sind den Befragten ein GUTES EINKOMMEN (23,8 %) und eine GUTE WORK-LIFE-BALANCE (22,4 %). Danach folgen KREATIVITÄT UND SELBSTVERWIRKLICHUNG (18,1 %), KARRIERE- UND AUFSTIEGSCHANCEN (12,7 %), SICHERHEIT (11,8 %) sowie SINN UND NACHHALTIGKEIT (11,3 %). Junge Menschen denken also nicht nur an beruflichen Erfolg, sondern stark auch an Lebensqualität, persönliche Entwicklung und Vereinbarkeit.

KI AN DEN SCHULEN

Ein weiteres interessantes Ergebnis betrifft den Umgang mit KI UND DIGITALEN TECHNOLOGIEN. Zwar sagt die Mehrheit, dass das Thema in der Schule zumindest angesprochen wird, doch die Vorbereitung ist sehr uneinheitlich. 21,2 % fühlen sich von der Schule sehr gut auf KI und digitale Technologien vorbereitet, 56,1 % immerhin ganz gut. Gleichzeitig geben 17,3 % an, dass KI an ihrer Schule kaum Thema ist, 1,3 % erleben sie als völliges Neuland, und 4,1 % sagen, dass sie zwar regelmäßig mit KI arbeiten, das Thema in der Schule aber tabuisiert wird.

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David Weber
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