ÖGB-Schober: „Beschlossen ist beschlossen – Arbeitgeber sollen endlich aufhören zu blockieren“
ÖGB: Wer die Lohntransparenzrichtlinie weiter verzögert, stellt sich gegen Gleichstellung
„Die EU-Lohntransparenzrichtlinie ist beschlossen. Jetzt so zu tun, als könnte man sie durch endloses Blockieren oder Verzögern verhindern, ist verantwortungslos. Die Richtlinie muss in Österreich umgesetzt werden – auch dann, wenn es manchen nicht passt “, so die stv. ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Elfriede Schober.
Die EU-Lohntransparenzrichtlinie muss eigentlich bis zum 7. Juni in nationales Recht umgesetzt werden. „Trotzdem wird seit Monaten versucht, die Maßnahmen als ‚Bürokratiemonster‘ schlechtzureden und auszubremsen“, kritisiert Schober. „Diese Verzögerungstaktik der Arbeitgeberseite muss endlich aufhören. Es geht hier nicht um irgendeine Formalität, sondern um das Recht von Frauen auf faire Bezahlung!“, betont die Gewerkschafterin.
Österreich habe weiterhin eine der größten Lohnlücken Europas. Gleichzeitig würden Beschäftigte oft nicht einmal wissen, nach welchen Kriterien Boni oder Zulagen vergeben werden. „Genau diese Intransparenz schützt Diskriminierung. Wer Transparenz bekämpft, verteidigt bestehende Ungleichheit“, so Schober weiter.
Die stv. ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende stellt klar: „Wer sich gegen die Umsetzung der Richtlinie stellt, stellt sich gegen Gleichstellung und trägt dazu bei, dass Frauen weiterhin Tag für Tag Geld verlieren.“
Die Richtlinie ist ein zentraler Schritt für mehr Gerechtigkeit und die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen. „Es braucht jetzt keine weiteren Ausreden, sondern endlich Konsequenz und politische Verantwortung“, fordert Schober abschließend.
ÖGB Kommunikation
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