SPÖ-Schatz: „Lohngerechtigkeit erfordert ein Ende der Geheimniskrämerei bei Löhnen und Gehältern!“

SPÖ begrüßt Vorstoß von Ministerin Schumann für mehr Lohntransparenz

SPÖ-Frauensprecherin Sabine Schatz begrüßt den Entwurf von Sozialministerin Schumann zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie als wichtigen Schritt für mehr Einkommensgerechtigkeit und Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. „Man muss sich darauf verlassen können, fair bezahlt zu werden. Dass Frauen und Männer für gleiche oder gleichwertige Arbeit immer noch unterschiedlich entlohnt werden, darf in einem modernen Arbeitsmarkt keinen Platz haben“, betont Schatz. Von ÖVP und Neos erwartet Schatz, dass sie dem Regierungsprogramm entsprechend die Lohntransparenz unterstützen – im Koalitionsabkommen wurde die „vollständige und zügige” Umsetzung der EU-Richtlinie vereinbart. ****

Obwohl die Lohnschere zwischen Frauen und Männern seit vielen Jahren thematisiert wird, schließt sie sich nur marginal. „Die Einkommensunterschiede verschwinden nicht von selbst. Deshalb braucht es Regeln, die Fairness stärken und Benachteiligungen sichtbar machen. Nur wer Ungleichheiten erkennen kann, kann sie auch beseitigen“, so Schatz.

Die Umsetzung der Richtlinie bringt aus Sicht der Abgeordneten spürbare Verbesserungen für Beschäftigte. Künftig erhalten Arbeitnehmer:innen mehr Informationen über die Bezahlung vergleichbarer Tätigkeiten, Gehaltsspannen müssen bereits vor einer Anstellung offengelegt werden und Verbote, über das eigene Einkommen zu sprechen, werden unzulässig. Zudem werden Unternehmen ab 100 Beschäftigten verpflichtet, regelmäßig über Entgeltunterschiede zu berichten. Das immer wieder vorgebrachte Gegenargument der „Bürokratiekeule“ lässt die Abgeordnete nicht gelten. „Wer gerechte Löhne bezahlt, braucht sich vor Lohntransparenz nicht zu fürchten.“

„Viele Frauen wissen oft lange Zeit gar nicht, dass sie schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Mehr Transparenz schafft hier die Grundlage dafür, dass Beschäftigte ihre Rechte wahrnehmen können und faire Bezahlung nicht vom Zufall abhängt“, erklärt die SPÖ-Frauensprecherin.

Für Schatz steht fest, dass die Richtlinie ein wichtiger Schritt, aber nicht das Ende des Weges ist: „Wer echte Gleichstellung will, muss an mehreren Stellschrauben gleichzeitig drehen. Wir brauchen den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, eine gerechtere Verteilung von Betreuungs- und Sorgearbeit und bessere Aufstiegschancen für Frauen. Die Lohntransparenzrichtlinie ist dabei ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Gleichstellung und mehr Gerechtigkeit.“ (Schluss) ah/lw

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