Raisin Money Confidence Index 2026: Österreich spart defensiv, fühlt sich aber finanziell vergleichsweise handlungsfähig

DER AKTUELLE _MONEY CONFIDENCE INDEX_ 2026 VON RAISIN ZEIGT: ÖSTERREICH LIEGT BEI DER FINANZIELLEN ZUVERSICHT ÜBER DEM INTERNATIONALEN DURCHSCHNITT. HOHE ALLTAGSKOSTEN BLEIBEN DAS ZENTRALE THEMA, GLEICHZEITIG FÜHLEN SICH ÖSTERREICHERINNEN UND ÖSTERREICHER IM VERGLEICH ZU VIELEN ANDEREN LÄNDERN HÄUFIGER IN KONTROLLE ÜBER IHRE FINANZEN. UNTER HÖHERER FINANZIELLER ANSPANNUNG LEIDEN VERMEHRT JÜNGERE MENSCHEN UND FRAUEN.

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ÖSTERREICH IM OBEREN MITTELFELD: Im internationalen Vergleich belegt Österreich Platz 5 von elf untersuchten Ländern.

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HOHES KONTROLLGEFÜHL VOR ALLEM BEI ÄLTEREN: Mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher hat das Gefühl, die eigenen Alltagsfinanzen gut im Griff zu haben. Bei jüngeren Menschen ist dies weniger der Fall.

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ALLTAGSKOSTEN DOMINIEREN: Laufende Ausgaben, Notgroschen und langfristiger Vermögensaufbau bleiben die wichtigsten finanziellen Prioritäten.

Wie zuversichtlich blicken Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa und den USA auf ihre persönlichen Finanzen? Und wo befindet sich Österreich im internationalen Vergleich, wenn es um die finanzielle Zuversicht geht? Um diese Frage zu beantworten, hat die Spar- und Anlageplattform Raisin erstmals den _Money Confidence Index_ in elf Ländern erhoben. Die Studie zeigt: Viele Haushalte stehen weiter unter Druck, vor allem durch hohe Lebenshaltungs-, Wohn- und Energiekosten. Österreich präsentiert sich im internationalen Vergleich jedoch robust. Der Finanzstress liegt unter dem Länderschnitt, das Gefühl finanzieller Kontrolle ist deutlich stärker ausgeprägt. Allerdings gibt es große Unterschiede bezüglich Alter und Geschlecht. Für die Studie wurden von INNOFACT AG im Auftrag von Raisin insgesamt 11.403 Personen in elf Ländern befragt. In Österreich umfasst die Stichprobe 1.005 Befragte.

ERGEBNIS: ÖSTERREICH LIEGT ÜBER DEM INTERNATIONALEN DURCHSCHNITT

Im Ranking führen die Niederlande mit 55,3 Punkten, gefolgt von Deutschland (49,7 Punkte), Spanien (48,2 Punkte) und Polen (48,0 Punkte). Österreich reiht sich mit 47,7 Punkten knapp über dem Durchschnitt auf Platz 5 von elf Ländern ein.

_„Österreich zeigt im internationalen Vergleich ein solides Bild: Die Menschen spüren den Druck hoher Alltagskosten, fühlen sich aber zugleich vergleichsweise handlungsfähig. Genau dieses Zusammenspiel aus Belastung und Kontrolle macht den österreichischen Markt besonders interessant“,_ sagt Matthias Rodenbücher, Country Head DACH bei Raisin.

ÖSTERREICHER UND ÖSTERREICHERINNEN VERSPÜREN WENIGER FINANZSTRESS – ABER HOHE ANSPANNUNG BEI JUNGEN UND FRAUEN

Auch in Österreich prägen Geldsorgen den Alltag vieler Menschen. 46,3 Prozent der Befragten geben an, derzeit sehr oder ziemlich gestresst in Bezug auf ihre persönlichen Finanzen zu sein. Damit liegt Österreich jedoch unter dem internationalen Durchschnitt von 50,2 Prozent.

Im Ländervergleich zeigt sich damit ein differenziertes Bild: Während der finanzielle Druck auch hierzulande klar spürbar bleibt, ist er weniger stark ausgeprägt als in vielen anderen Märkten. Besonders hoch ist der Finanzstress etwa in Spanien, den USA, Großbritannien und Finnland. Die Niederlande weisen hier den niedrigsten Wert im Ländervergleich auf.

Rund 20 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher beschreiben sich in Bezug auf ihre Finanzen als ziemlich oder sehr entspannt. Damit liegt Österreich leicht über dem internationalen Durchschnitt von 18,4 Prozent.

ÖSTERREICH MIT STARKEM GEFÜHL FINANZIELLER KONTROLLE – ABER TIEFER DEMOGRAFISCHER KLUFT

Besonders deutlich sticht Österreich beim subjektiven Kontrollgefühl hervor. 53,7 Prozent der Befragten geben an, viel oder vollständige Kontrolle über ihre täglichen Finanzen zu haben. Der internationale Durchschnitt liegt hier bei 40,2 Prozent. Nur die Niederlande und Deutschland schneiden in dieser Kategorie besser ab. Jedoch gibt es in Österreich eine tiefe demografische Kluft: Bei den 50- bis 69-jährigen haben fast zwei Drittel – also 64,9 Prozent – ihre Finanzen fest im Griff. Bei den 18- bis 34-Jährigen hingegen bricht dieses Kontrollgefühl regelrecht ein: Nur noch 42,4 Prozent geben an, ihre Finanzen voll im Griff zu haben.

Gleichzeitig geben 16,4 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher an, sie hätten keine oder nur sehr wenig Kontrolle über ihre Alltagsfinanzen. Auch dieser Wert liegt unter dem internationalen Durchschnitt von 21,4 Prozent. Das spricht dafür, dass Österreich zwar nicht frei von finanziellen Belastungen ist, viele Menschen ihre finanzielle Situation aber noch als steuerbar wahrnehmen.

ALLTAGSKOSTEN SIND DIE KLARE PRIORITÄT

An erster Stelle der finanziellen Prioritäten steht für die Österreicherinnen und Österreicher die Deckung laufender Alltagsausgaben: 73,5 Prozent der Befragten geben an, Lebensmittel, Wohnen, Energie und tägliche Ausgaben zu ihren drei wichtigsten Finanzthemen zu zählen.

Auf Platz zwei folgt der Aufbau finanzieller Rücklagen. 67,3 Prozent der Befragten nennen den Notgroschen als eine ihrer Top-3-Prioritäten. Der Wunsch nach finanzieller Absicherung spielt hierzulande damit eine wichtigere Rolle als im internationalen Durchschnitt von 63,1 Prozent.

Bemerkenswert ist zugleich der hohe Stellenwert langfristigen Sparens und Investierens. 52,6 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher nennen langfristigen Vermögensaufbau als eine ihrer drei wichtigsten finanziellen Prioritäten – damit liegt Österreich über dem internationalen Durchschnitt. Österreich zeigt damit eine doppelte Dynamik: Im Alltag dominiert der Wunsch nach finanzieller Sicherheit, gleichzeitig bleibt der langfristige Vermögensaufbau relevant. Trotz eines vergleichbar starken Optimismus – 27,6 Prozent sind sehr oder äußerst zuversichtlich, ihre Finanzen für die kommenden 12 Monate vorausplanen zu können – zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Über 41 Prozent der Befragten in Österreich geben an, im vergangenen Jahr kaum oder gar keine Fortschritte bei der Erreichung ihrer finanziellen Ziele gemacht zu haben. Nur 27,9 Prozent verzeichneten gute Fortschritte. Bei fast jedem Zweiten musste der geplante Vermögensaufbau zugunsten der laufenden Lebenshaltung oder durch Aufzehren von Erspartem zurückgestellt werden.

ENTLASTUNG BEI LEBENSHALTUNGSKOSTEN ALS GRÖSSTER WUNSCH

Auf die Frage, welche Faktoren das Vertrauen in die eigene finanzielle Situation am stärksten verbessern würden, nennen Österreicherinnen und Österreicher vor allem niedrigere Kosten im Alltag. Die Befragten konnten dabei jeweils ihre drei wichtigsten Faktoren auswählen. 53,8 Prozent zählen niedrigere Lebensmittel- und tägliche Ausgaben zu ihren Top-3-Hebeln für mehr finanzielles Vertrauen. Dahinter folgen ein höheres Einkommen oder eine Gehaltserhöhung mit 50,7 Prozent sowie niedrigere Kosten für Energie, Wohnen, Miete oder Kreditraten mit 47,2 Prozent. Für Frauen spielen niedrigere Alltagskosten mit über 57 Prozent eine weitaus größere Rolle als für Männer, bei denen dieser Wert bei rund 50 Prozent liegt.

Auffällig ist außerdem der Stellenwert von Kreditzinsen. 18,3 Prozent der Befragten in Österreich nennen niedrigere Zinsen für Kredite und Kreditkarten als wichtigen Faktor für mehr finanzielles Vertrauen. Das ist der höchste Wert aller elf untersuchten Länder und deutlich über dem internationalen Durchschnitt von 13,5 Prozent.

Auch höhere Nettoerträge auf Ersparnisse spielen eine Rolle: 23,3 Prozent der Befragten in Österreich nennen bessere Erträge auf Erspartes als Vertrauenshebel. Finanzwissen oder Beratung werden hingegen seltener genannt: 14,1 Prozent sehen bessere Finanzbildung oder Orientierung als zentralen Faktor für mehr Vertrauen.

_„Der Money Confidence Index zeigt für Österreich ein differenziertes Bild: Die Menschen spüren die Belastung durch hohe Alltagskosten, fühlen sich im internationalen Vergleich aber zugleich handlungsfähiger als viele andere. Für mehr finanzielles Vertrauen braucht es aus Sicht der Befragten vor allem Entlastung bei den laufenden Kosten, höhere Einkommen und bessere Rahmenbedingungen, um Ersparnisse wirksam aufzubauen“,_ so Matthias Rodenbücher, Country Head DACH bei Raisin.

ZUR METHODOLOGIE

Der Raisin _Money Confidence Index_ misst die finanzielle Zuversicht von Verbraucherinnen und Verbrauchern in elf Märkten. Er wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten berechnet; höhere Werte stehen für größere finanzielle Zuversicht. Die Berechnung basiert auf fünf Faktoren: Stresslevel, Kontrolle über die eigenen Finanzen, Zukunftserwartungen, finanzielle Widerstandskraft und Planungsfähigkeit. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG im Auftrag von Raisin im Jänner 2026 insgesamt 11.403 Personen in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, den Niederlanden, Frankreich, Polen, Irland, Finnland und den USA. In Österreich umfasst die Stichprobe 1.005 Befragte. Die Stichproben sind nach Alter und Geschlecht für die jeweiligen Märkte bevölkerungsrepräsentativ.

ÜBER RAISIN

Raisin ist die weltweit führende Plattform für Spar- und Anlageprodukte. Das 2012 gegründete Fintech verbindet Verbraucherinnen und Verbraucher mit Banken in der EU, dem Vereinigten Königreich und den USA. Dadurch erhalten sie bessere Zinsen und Banken eine diversifizierte und günstige Refinanzierung. Unsere Vision ist es, einfaches Sparen und Investieren ohne Hürden anzubieten und so den globalen 160-Billionen-Euro-Markt zu erschließen. Raisin beschäftigt derzeit weltweit mehr als 800 Mitarbeitende aus über 75 Ländern. Heute verwaltet die Plattform über 80 Milliarden Euro von einer Million Anlegerinnen und Anlegern. Mit ihrer Geldanlage haben diese bereits über sieben Milliarden Euro an Erträgen generiert.

LOEBELL NORDBERG
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