Samariterbund begrüßt Einsatz von Bundesministerin Bauer für eine Verlängerung des Zivildienstes
Bundesgeschäftsführer Hundsmüller: Dringender Personalbedarf besteht schon heute.
Der Samariterbund begrüßt die jüngsten Aussagen von Bundesministerin Claudia Bauer zur Zukunft des Zivildienstes. Dass sie sich für eine längere Dienstzeit ausspricht, zeigt, dass die Herausforderungen der Rettungs-, Gesundheits- und Sozialorganisationen innerhalb der Bundesregierung wahrgenommen werden.
„Es ist ein wichtiges Signal, dass die zentrale Bedeutung des Zivildienstes für die Versorgung der österreichischen Bevölkerung innerhalb der Bundesregierung erkannt und klar angesprochen wird“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.
VERBINDLICHE VERLÄNGERUNG STATT FREIWILLIGKEIT
Schon jetzt arbeiten Rettungs-, Gesundheits- und Sozialorganisationen an ihrer Belastungsgrenze. Die von Bundesministerin Bauer in der heutigen Pressekonferenz skizzierte demografische Entwicklung wird die Lage weiter verschärfen. Es fehlen personelle Reserven, während der Bedarf laufend steigt. Eine bloß freiwillige Verlängerung von neun auf elf Monate reicht daher nicht aus – es braucht unmittelbar eine verbindliche Lösung.
Bundesministerin Bauer rechnet laut ORF-Interview damit, dass der gesetzlich vorgesehene Automatismus zur verpflichtenden Verlängerung schon bald zum Tragen kommt. „Im Sinne einer besseren Gesundheitsversorgung hoffen wir, dass die Bundesministerin mit ihrer Einschätzung recht behält. Noch besser wäre allerdings eine längere Dienstzeit von Beginn an – unabhängig von Schwellenwerten“, so Hundsmüller abschließend.
Franziska Springer
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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