FPÖ – Kassegger/Hammerl: „Österreich darf sich bei Strom nicht auf das Ausland verlassen!“
APG-Bilanz zeigt 751 GWh Stromimport – Hattmannsdorfer bleibt Kraftwerksstrategie schuldig
Die aktuelle Juli-Bilanz der Austrian Power Grid zeigt deutlich, wie abhängig Österreich bereits von Stromimporten ist. Wegen Hitze, Trockenheit und wenig Wind ging die erneuerbare Stromerzeugung gegenüber Juli 2025 um rund ein Viertel zurück. Österreich musste deshalb 751 Gigawattstunden Strom importieren und konnte nur an vier von 31 Tagen Strom exportieren.
„Die APG zeigt das Problem klar auf. Politisch verantwortlich sind ÖVP-Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer und die Bundesregierung. Wenn bei uns weniger Strom erzeugt wird, müssen ausländische Kraftwerke einspringen. Trotzdem fehlt noch immer ein Plan, wie Österreich seine Stromversorgung künftig selbst absichern will“, erklärten die freiheitlichen Energiesprecher NAbg. Axel Kassegger und NAbg. Paul Hammerl.
Der Hinweis der Bundesregierung auf den Netzausbau zur Steigerung der Importkapazitäten aus dem europäischen Strommarkt greife zu kurz. „Stromleitungen erzeugen keinen Strom. Wenn Sonne und Wind nicht liefern, muss irgendwo ein Kraftwerk hochgefahren werden. Österreich verlässt sich dabei zunehmend auf Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke im Ausland“, so Kassegger und Hammerl.
Während Deutschland bereits elf Gigawatt zusätzliche steuerbare Leistung ausschreiben will, existiere die im österreichischen Regierungsprogramm angekündigte Kraftwerksstrategie weiterhin nur auf dem Papier. „Hattmannsdorfer muss endlich erklären, welche Kraftwerke Österreich künftig versorgen sollen, wenn die wetterabhängige Erzeugung nicht ausreicht. Die Hoffnung, dass unsere Nachbarn jederzeit genügend Strom für uns haben, ist keine Energiestrategie“, betonten die beiden Abgeordneten.
Die FPÖ fordert daher einen verbindlichen Plan für den Erhalt und den Neubau heimischer Kraftwerke, die unabhängig vom Wetter Strom liefern können. Dazu müsste Erdgas als notwendige Sicherheitsenergie anerkannt und die ständig steigenden CO₂-Kosten gesenkt werden.
„Wer Versorgungssicherheit will, muss dafür sorgen, dass Kraftwerke in Österreich gebaut und wirtschaftlich betrieben werden können. Hattmannsdorfer muss endlich arbeiten, statt immer nur neue Ankündigungen medienwirksam zu präsentieren“, schlossen Kassegger und Hammerl.
Freiheitlicher Parlamentsklub
Telefon: 01/40110-7012
E-Mail: presse-klub@fpk.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender
Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.