Nationalratspräsident Rosenkranz im Austausch mit montenegrinischen Parlamentspräsidenten Andrija Mandić

Gespräch über bilaterale Beziehungen und EU-Beitritt

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz empfing gestern Mittwoch seinen montenegrinischen Amtskollegen Andrija Mandić im Hohen Haus. Im Zentrum des Gesprächs mit dem Präsidenten des Parlaments von Montenegro standen neben den bilateralen Beziehungen und dem EU-Beitrittsprozess auch die Ereignisse rund um den Tod des serbischen Generals und verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić.

Rosenkranz und Mandić begrüßten eingangs die ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und hoben die Bedeutung eines guten Miteinanders hervor. Die Gesprächspartner tauschten sich auch über Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit auf parlamentarischer Ebene sowie im Wirtschafts- und Bildungsbereich aus.

Hinsichtlich des EU-Beitrittsprozesses Montenegros unterstütze Österreich das Land, betonte Rosenkranz und befürwortete einen Beitritt angesichts der erreichten Fortschritte des Landes. Mandić bedankte sich für diese Unterstützung und hob die große Zustimmung für einen Beitritt innerhalb der Bevölkerung Montenegros hervor. Zudem berichtete er über den Weg Montenegros, europäische Standards zu etablieren, und hob die dabei mittlerweile erreichten Erfolge wie in der Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität hervor.

Nationalratspräsident Rosenkranz thematisierte auch die jüngsten Ereignisse rund um den Tod des wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Krieges in Bosnien und Herzegowina zu lebenslanger Haft verurteilten Generals Ratko Mladić. Die Beileidsbekundungen von Parlamentspräsident Mandić an die Familie des Verstorbenen hätten für Irritationen im Parlament gesorgt, erklärte Rosenkranz. Zudem verwies der Nationalratspräsident auch auf eine 2022 verabschiedete einstimmige Entschließung des Nationalrats, in der die Bedeutung des Gedenkens an den Völkermord in Srebrenica betont wird. Er begrüßte, dass Mandić in der Zwischenzeit sein Bedauern darüber geäußert habe. (Schluss) pst

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie im Webportal des Parlaments.

————————-

Pressedienst der Parlamentsdirektion
Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272
pressedienst@parlament.gv.at
www.parlament.gv.at/Parlamentskorrespondenz

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.