Start der Plakat-Aktion: “Man tötet nicht aus Liebe”
#aufstehn will mit schwarmfinanzierten Plakaten in ganz Österreich Tabus brechen
Wien (OTS) – Seit heute, 9.12., hängen in allen Landeshauptstädten Österreichs Plakate mit der Aufschrift: “Man tötet nicht aus Liebe”. Hinter der Aktion steht die zivilgesellschaftliche Kampagnenorganisation #aufstehn. Über 400 Einzelpersonen haben die Plakate über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert. Damit wollen sie männliche Gewalt an Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar machen und zeigen, wohin sich Betroffene wenden können, um Hilfe zu erhalten. Denn Gewalt an Frauen ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt und dennoch wird sie immer noch viel zu wenig thematisiert.
[Honorarfreie Bilder] (https://www.ots.at/redirect/gewaltschutz) für die Berichterstattung stehen zum kostenlosen Download bereit.
Gefährliche Vorweihnachtszeit
Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit erreicht die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt ihren Höhepunkt. Der derzeitige Lockdown verschärft die Situation. “Bislang hat die Politik Appelle für mehr Geld und bessere Maßnahmen für den Gewaltschutz abgeblockt. Deshalb nehmen wir die Sache selbst in die Hand: Mit Plakaten in allen Landeshauptstädten bringen wir das Problem der männlichen Gewalt in die Öffentlichkeit und zeigen, wohin sich Betroffene wenden können”, erklärt Flora Bachmann von #aufstehn, die die Kampagne leitet. Das Problem der männlichen Gewalt sei mit den morgen endenden “16 Tagen gegen Gewalt an Frauen” nicht vorbei und dürfe nicht aus dem Bewusstsein verschwinden. #aufstehn möchte das mit der Plakat-Aktion verhindern.
Mit Warnhinweisen Tabu brechen und Betroffenen helfen
Die schwarmfinanzierten Plakate sehen aus wie Zigarettenschachteln. „Unser Gedanke war: Warnhinweise wie auf Zigarettenschachteln sollte es auch für männliche Gewalt geben, da diese allein 2021 bis dato schon 30 Frauen das Leben gekostet hat. Es soll endlich in der öffentlichen Wahrnehmung ankommen, wie gefährlich männliche Gewalt ist“, so Bachmann.
30.000 Menschen appellieren an Frauenministerin
Schon im Vorfeld hatten sich bereits über 30.000 Menschen einem #aufstehn-Appell an Frauenministerin Susanne Raab angeschlossen. Die Forderung: „Setzen Sie echte Gewaltprävention und Gewaltschutz um!“ Neben mehr Geld für Prävention, sowie einer flächendeckenden Bewusstseins- und Informationskampagne fordert #aufstehn gemeinsam mit den Unterzeichner_innen auch besser geschultes Personal in allen Anlaufstellen – von der Polizei bis hin zur Justiz. (Link zum Appell:
[aufstehn.at/gewaltschutz] (http://aufstehn.at/gewaltschutz))
Aufstehn.at – Verein zur Förderung zivilgesellschaftlicher Partizipation
Flora Bachmann
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