ORF-Bezirksporträtreihe: Dakapo für „Meine Wieden“ mit u. a. Rett, Raab und Brainin am 9. August

Danach: „Alltagsgeschichte: Tätowiert“ – ab 22.10 Uhr, ORF 2

Wien (OTS) – Mit „Meine Wieden“ steht eine weitere Bezirksdoku von Chico Klein am Sonntag, dem 9. August 2020, im „dokFilm“ um 22.10 Uhr in ORF 2 auf dem Programm – die vierte von insgesamt sieben in diesem Sommer gezeigten ORF-Bezirks- und Städteporträts (sechs Dakapos und die Premiere von „Mein Villach“). Von ihren ganz persönlichen Beziehungen zum vierten Wiener Gemeindebezirk erzählen darin Kulturjournalistin und ORF-Moderatorin Barbara Rett, Psychologin und Autorin Elisabeth Brainin, Schauspieler Albert Rueprecht, Taxifahrer Herr Franz und Autor Thomas Raab, der durch „seine Wieden“ führt. Danach, um 23.15 Uhr, fragt Elizabeth T. Spira in einer 2004 produzierten Ausgabe der Kultreihe „Alltagsgeschichte“, was es heißt, „Tätowiert“ zu sein – und erhält sehr unterschiedliche Antworten.

„Meine Wieden“ (22.10 Uhr)

1850 kamen die Ortschaften Wieden, Hungelbrunn und der Schaumburgergrund zur Stadt Wien und erhielten den Namen Wieden. Die Wiener/innen kennen den Spruch „in Wieden wohnt man nicht, man wohnt auf der Wieden“. An Baudenkmälern ist der heute vierte Wiener Gemeindebezirk reich: Hier befinden sich die Karlskirche, das Theresianum und das RadioKulturhaus, aber auch das Palais Schaumburg und das Palais Rothschild, um nur einige Beispiele zu nennen.
Musik und Theater waren in diesem Bezirk seit jeher besonders wichtig. So gründeten hier gleich drei Männer Klavierfabriken: Ignaz Stingl, Friedrich Ehrbar und Ignaz Bösendorfer.
Auf der Wieden stand seit dem 18. Jahrhundert Wiens größtes Mietshaus, das Freihaus. Es war so groß, dass man von einer Stadt in der Stadt sprechen konnte – sogar ein eigenes Theater existierte darin und in einem Garten stand das kleine Holzhäuschen, in dem Mozart die „Zauberflöte“ fertiggestellt haben soll. Erst in den 1970ern wurden die letzten Teile des Freihausviertels abgerissen. Interessant ist die Geschichte des „Neuen Theaters in der Scala“, einem legendären, noch im russischen Sektor gegründeten selbstverwalteten Schauspielhauses.
In lockerer Runde plaudern über den Bezirk, der sie u. a. während ihrer Kindheit und Jugend geprägt hat, Kulturjournalistin und ORF-Moderatorin Barbara Rett, Psychologin und Autorin Elisabeth Brainin, Schauspieler Albert Rueprecht, Taxifahrer Herr Franz und Autor Thomas Raab, der sich auch als Fremdenführer durch „seine Wieden“ betätigt.

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