Neuer Leitfaden für den digitalen Vertrieb von Versicherungsmaklern

Fachverband der Versicherungsmakler und RA-Kanzlei Brandl & Talos präsentieren Know-how über geltende Rechtsvorschriften, Checklisten und Praxistipps

Wien (OTS) – Digitalisierung ist weltweit in aller Munde und schreitet auch in der Versicherungsvermittlung rasant voran. Kaum etwas gewinnt im Moment mehr an Bedeutung als der digitale Vertrieb. Was man darunter versteht und was rechtlich zu beachten ist, wenn ein Versicherungsmakler seine Kunden online berät, kann man ab sofort im neuen Leitfaden für den digitalen Vertrieb nachlesen, den der Fachverband der Versicherungsmakler, in Kooperation mit dem Rechtsanwalt Martin Pichler und der RA-Kanzlei Brandl & Talos, herausgibt. Auf rund 90 Seiten wird ein erster Überblick über die digitale Versicherungsvermittlung und die geltenden Rechtsvorschriften gegeben. Checklisten und zahlreiche Tipps aus der Praxis zeigen, welches Potential der richtige Einsatz digitaler Mittel haben kann.

Die rasch voranschreitende Digitalisierung stellt Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten vor immer größere Herausforderungen, bietet aber gleichzeitig auch ganz neue Chancen. Unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten, neue Wege des Vertriebs und die Vereinfachung von Arbeitsvorgängen sind Vorteile auf die – besonders in Zeiten wie diesen – kaum jemand verzichten möchte. Dazu zählen unter anderem die eigene App oder Webseite, das Nutzen von Plattformen der Versicherer oder die mühelose Kommunikation über Chat-Kanäle.

„Die Digitalisierung verändert nicht nur die Art und Weise, wie wir mit- und zueinander kommunizieren, sie hat auch Einfluss auf unsere sozialen Beziehungen und auf unser Arbeitsumfeld. Neben den Fragen rund um die Themen der Datensicherheit und des Schutzes vor Cyberkriminalität, müssen wir die Chancen des digitalen Wandels ergreifen. Das digitale Bewusstsein muss zu einer digitalen Orientierung sämtlicher Geschäftsprozesse führen. Nur wer sich der Digitalisierung stellt, wird in Zukunft bestehen“, zeigt sich Angelika Sery-Froschauer, Obfrau der Bundessparte Information und Consulting der WKÖ, am Dienstag anlässlich eines Online-Pressegespräches überzeugt.

Bei der Gestaltung ihres Online-Auftritts haben Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten freie Hand. Wie die Webseite aussieht, ob Social-Media-Kanäle genutzt und Verträge über Fernkommunikation abgeschlossen werden, entscheiden die Makler selbst. Der rechtliche Rahmen sollte dabei jedoch stets beachtet werden. Im aktuellen Leitfaden für den digitalen Vertrieb wird anhand von Checklisten und zahlreichen Tipps aus der Praxis gezeigt, wie ein rechtskonformer digitaler Vertrieb aufgebaut werden kann.

„Umfassendes Expertenwissen und professionelle Beratung ersetzt digitaler Vertrieb freilich nicht, aber er kann ein zusätzliches Werkzeug darstellen, die tägliche Arbeit zu vereinfachen, dadurch die Effizienz zu steigern und die Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern zu optimieren. Als unabhängige Beraterinnen und Berater sind wir Konsumentenschützer an vorderster Front – sowohl offline als auch online. Um die hohen Standards unseres Berufstandes zu bewahren und unsere Mitglieder beim Aufbau ihres digitalen Vertriebs bestmöglich zu unterstützen, stellen wir unseren Mitgliedern den unverbindlichen Leitfaden kostenlos zur Verfügung“, erläutert Christoph Berghammer, Fachverbandsobmann der Versicherungsmakler.

Neben digitalem Unternehmensauftritt, Urheberrecht, Informationspflichten und digitales Signieren werden im Leitfaden für Digitalen Vertrieb unter anderem auch der virtuelle Kundenkontakt und digitale Beratungs- und Vermittlungsprozess ausführlich erörtert.

„Die IDD erfasst alle Formen des Vertriebs von Versicherungen. Die Richtlinie gilt daher auch für digitalisierte Verkaufsprozesse. Es soll hinsichtlich Aufklärung und Beratung für den Kunden keinen Unterschied machen, ob er ein Versicherungsprodukt im klassischen Weg oder online erwirbt. In der Praxis zeigen sich bei der Digitalisierung der Prozesse jedoch gewisse Tücken. Was im persönlichen Kundenkontakt noch ganz einfach umzusetzen ist, wird im digitalen Umfeld teilweise zur technischen Herausforderung. Entscheidend ist, dass Kunden auch im digitalen Vertrieb die vorgeschriebenen Informationen und Aufklärungen zum jeweils richtigen Zeitpunkt erhalten müssen. Schon beim Konzipieren des Wunsch- und Bedürfnistests ist zu beachten, dass es möglicherweise im gesamten Verkaufsprozess keinen persönlichen Kontakt zwischen dem Makler und dem Kunden gibt“, betont Martin Pichler.

In einem zukünftigen zweiten Band will der Fachverband der Versicherungsmakler auf noch näher auf Datenschutz und Datensicherheit eingehen und auch die technische Seite der digitalen Vertriebsform beleuchten. „Wir freuen uns, zu diesem Projekt beigetragen zu haben – als Kanzlei, die bereits seit Jahren Versicherungsmakler betreut, war es für uns selbstverständlich, die Branche bei der Vorbereitung für den Sprung in die Zukunft zu unterstützen“, unterstreicht Raphael Toman von Brandl & Talos Rechtsanwälte GmbH. (PWK019/ES)

DMC – Data & Media Center
Wirtschaftskammer Österreich
T 05 90 900 – 4462
E DMC_PR@wko.at

Aktuelle News aus der Wirtschaft für die Wirtschaft – http://news.wko.at/oe

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.