Pflegeskandal – SPÖ-Kucher/Silvan: „In der Pflege brennt der Hut – Kurz kündigt auch hier seit Jahren nur an“

Pflegemängel dürfen nicht zu Lasten Pflegebedürftigen und den Angestellten im Pflegebereich gehen

Wien (OTS/SK) – SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher und SPÖ-Volksanwaltschaftssprecher Rudolf Silvan sind entsetzt hinsichtlich der schweren Missstände, die in einigen Senecura-Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich herrschen sollen:
„Im Gutachten eines Sachverständigen ist von massiven Freiheitsbeschränkungen, mittels Opioiden sedierten Patienten, Pflegeschäden z.B. durch systematisches Reindrücken in einen Rollstuhl, unzureichender Ausbildung und weiteren schwerwiegenden Vorwürfen die Rede“. Auszüge aus diesem Gutachten liegen den beiden Abgeordneten vor. „Seit Jahren fordern wir Verbesserungen in der Pflege. Seit zwei Jahren liegt das Pflegepaket der SPÖ vor, weil wir wissen, dass hier der Hut brennt. Was muss denn noch alles passieren, damit Kanzler Kurz endlich munter wird?“, so Kucher. ****

Der Vorfall in Niederösterreich ist der erschütternde Beweis, dass es dringend Taten braucht. „Es gehören endlich österreichweit einheitliche Qualitätsstandards sowie eine bundesweite und unabhängige Kontrolle eingeführt“, fordert Silvan. Die Vorschläge der SPÖ – wie bundesweit einheitliche Pflegeservicestellen, ein Pflegegarantiefonds oder finanzielle Anreize für Umschulungen für dringend notwendiges Personal – könnten die Pflege langfristig absichern. „Es ist verantwortungslos, dass wir neben Corona auch in der Pflege sehenden Auges in eine Katastrophe schlittern. Kurz redet groß von Wertschätzung und Respekt, meint aber immer nur sich selbst. Wo ist die Wertschätzung gegenüber den Pflegebedürftigen und Familien und den Menschen, die Tag und Nacht im Pflegeberuf schuften? Außer warmen Worten gibt’s da nix vom Kanzler“, so Kucher.

Bundeskanzler Kurz hat auch im Budget keinen Cent für die großspurig angekündigten Verbesserungen in der Pflege vorgesehen. Pflegebedürftige gehören zu den schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft. „Wer bei diesen Menschen spart, erschwert ihre Lebenssituation und er erschwert die Arbeit von PflegerInnen in den Einrichtungen zusätzlich, die ohnehin unter schwierigsten Bedingungen arbeiten“, so Silvan. (Schluss) sl/up

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