Pro & Contra morgen, 22:25 Uhr auf PULS 4 & ZAPPN: Harte Strafe oder Therapie – Wie verhindern wir einen zweiten Fall Teichtmeister?

_Der Besitz von sexuellem Missbrauchsmaterial wurde dem Schauspieler FLORIAN TEICHTMEISTER zum Verhängnis und rückt die Film- und Kulturszene in ein schiefes Licht. Wer muss jetzt Verantwortung übernehmen und wie schützen wir Minderjährige vor solchen Täter:innen? In Pro und Contra diskutieren diese brisanten Fragen Schauspielerin ANTJE HOCHHOLDINGER, Politikerin BARBARA NESSLER, Gewerkschafter WERNER HERBERT, Kulturkritikerin ANDREA SCHURIAN und Sexologe WOLFGANG KOSTENWEIN.   _  

Anfang Februar muss sich der frühere Burgschauspieler Florian Teichtmeister für den Besitz von 58.000 Dateien mit sexuellen Missbrauchsdarstellungen von Kindern vor Gericht verantworten. Ein Vergehen, dass mittlerweile auch alle Werke, an denen er mitgewirkt hat, und alle Beteiligten zu diskreditieren droht. Allen voran den österreichischen Oscar-Kandidaten “Coursage” von Regisseurin MARIE KREUTZER, in dem Teichtmeister eine Hauptrolle verkörperte.    

Politik wie Gesellschaft beschäftigt vor allem die Debatte, ob härtere Strafen für Besitzer:innen von Kindesmissbrauchsmaterial notwendig sind. Die Strafen seien „derzeit lächerlich niedrig“, kritisiert Bundeskanzler KARL NEHAMMER (ÖVP), auch Justizministerin ALMA ZADIĆ (Die Grünen) kann sich eine Straferhöhung vorstellen. Jugendschutzexpert:innen sehen bei einer Strafverschärfung jedoch keine Präventivwirkung gegeben und fordern stattdessen ein umfassendes Paket für den Kinderschutz.      
Wie können Minderjährige besser geschützt werden? Sind Strafen oder Therapien das richtige Mittel im Umgang mit den Täter:innen? Dürfen ihre Werke weiterhin öffentlich gezeigt werden? Und wer muss im Fall Teichtmeister die Verantwortung übernehmen?       

Adrian Hinterreither
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