foodwatch kürt Werbeschmäh des Monats Juni: Schweppes Original Wild Berry – wo sind die Beeren?
foodwatch Österreich fordert: Wenn Beere draufsteht, muss auch Beere drin sein.
Der foodwatch Werbeschmäh des Monats geht an Schweppes für ihr Erfrischungsgetränk „Original Wild Berry“. Die Begründung: In dem Getränk findet sich nicht eine einzige Beere. Nicht einmal die Aromen aus der Zutatenliste müssen von echten Beeren stammen. Die rosa Farbe hat das Getränk von färbenden Konzentraten aus Hibiskus und Karotte.
foodwatch Österreich fordert: „Wenn ein Getränk vollmundig mit Wilden Beeren angepriesen wird, soll es diese auch enthalten. Wenn Beeren aber nicht einmal zum Aroma beitragen, finden wir das schlicht irreführend.“
Zum Mischen für Drinks (mit oder ohne Alkohol) an lauen Sommerabenden findet sich derzeit eine breite Palette an kohlensäurehaltigen so genannten Erfrischungsgetränken der Sorte Wild Berry in den Supermarktregalen. foodwatch hat den Marktführer (Anm.: nach eigenen Angaben) Schweppes näher unter die Lupe genommen: Mit den wilden Beeren im Schweppes Original Wild Berry ist es nicht weit her. In dem rosafarbenen Erfrischungsgetränk zum Mischen findet sich keine einzige Beere. Und nicht einmal das zugesetzte Aroma muss von Beeren stammen. Für die rosa Farbe sind Konzentrate aus Hibiskus und Karotte verantwortlich. Weitere Zutaten: Die beachtliche Menge von 9 Gramm Zucker pro 100 ml, Wasser, Kohlensäure und Säuerungsmittel Citronensäure. Beeren? Fehlanzeige. In der Zutatenliste findet sich lediglich der Hinweis „Aromen“.
AROMEN – WAS STECKT DAHINTER?
Die EU-Aromen-Verordnung sagt: „Aroma (ist ein) Erzeugnis, das (…) Lebensmitteln zugesetzt wird, um ihnen einen besonderen Geruch und/oder Geschmack zu verleihen oder diese zu verändern.“ Sie regelt, woher die Aromen in einem Lebensmittel oder Getränk kommen dürfen. Findet sich in der Zutatenliste nur der Hinweis „Aroma“ oder „Aromen“, müssen diese nicht aus natürlichen Rohstoffen stammen.
Heidi Porstner, Leitung foodwatch Österreich, Tel: 0660 10 75 327
Lisa Kernegger, Leitung foodwatch Österreich, Tel: 0660 10 75 328
E-Mail: presse@foodwatch.at
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