Unverbrüchliche Solidarität mit der Ukraine – weitere 18 Millionen Euro Soforthilfe

Außenminister Schallenberg bei Wiederaufbau-Konferenz in London: Humanitäre Hilfe und Wiederaufbau gehen Hand in Hand

Wien (OTS) – Die humanitäre Lage in der Ukraine ist weiterhin dramatisch: Neben der systematischen Zerstörung lebensnotwendiger Infrastruktur wie des Kachowka-Staudamms, hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem 2. Weltkrieg ausgelöst. Die Bundesregierung stellt deshalb weitere 18 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) des Außenministeriums zur Verfügung, um die Menschen in der Ukraine und in Moldau zu unterstützen. Der Nachbarstaat Moldau beherbergt gemessen an seiner Bevölkerungszahl die höchste Anzahl Vertriebener aus der Ukraine. Damit übersteigt die bisher geleistete bilaterale finanzielle Unterstützung Österreichs die Marke von 150 Millionen Euro.

Mindestens 17,6 Millionen Menschen in der Ukraine sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter über 3 Millionen Kinder. Zusätzlich verschärft die landesweite Kontaminierung durch die weltweit geächteten Landminen und explosiven Kriegsrückstände die Lage der ukrainischen Zivilbevölkerung. Hilfe vor Ort durch humanitäre Organisationen ist daher lebenswichtig.

„Die Zerstörung des Kachovka-Staudammes stellt mitten im brutalen, völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine eine neue Eskalationsstufe dar. Russland ist auch bereit aus kühler taktischer Berechnung einen Ökozid auszulösen. Umso wichtiger ist da einmal mehr die internationale Solidarität und die humanitäre Hilfe für die von den Überflutungen betroffenen Ukrainerinnen und Ukrainern. Diese wird erst möglich, weil diese Regierung das Budget für die humanitäre Hilfe mehr als verfünffacht hat“,
erklärt Vizekanzler Werner Kogler.

Je 6 Millionen Euro gehen an das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Weitere 4 Millionen Euro werden dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) sowie 2 Millionen Euro dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) zur Verfügung gestellt.

Neben der humanitären Hilfe muss der Fokus aber auch schon auf den Wiederaufbau gelegt werden. Außenminister Alexander Schallenberg vertritt zu diesem Zweck heute Österreich bei der Ukraine Recovery Conference in London. Das Ziel der Konferenz ist die internationale Mobilisierung für die wirtschaftliche und soziale Stabilisierung der Ukraine. Gleichzeitig soll der Ukraine bei der Bewältigung der Kriegsfolgen geholfen werden.

„Humanitäre Hilfe und der Wiederaufbau gehen Hand in Hand. Wir müssen uns jetzt schon um den Wiederaufbau kümmern, um das Land zu stabilisieren. Österreichische Unternehmen und Finanzinstitute waren unter den ersten westlichen Unternehmen, die in den 1990er Jahren in der Ukraine investiert haben. Und sie sind auch jetzt bereit, einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Ukraine zu leisten. Als österreichische Bundesregierung werden wir alles dafür tun, um dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen“,
so Außenminister Alexander Schallenberg abschließend.

BMEIA
Presseabteilung
+43(0)501150-3320, F:+43(0)501159-213
abti3@bmeia.gv.at
http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.