Besucherzahlen in den Kinos 2022 europaweit gestiegen

WKÖ-Dörfler: Kinobesuch ist kostengünstige und bevorzugte Freizeitaktivität

Die International Union of Cinemas (UNIC), der Branchenverband, der Kinobetreiber und ihre nationalen Verbände in 39 europäischen Ländern vertritt, hat letzte Woche seinen Jahresbericht über die wichtigsten Kinozahlen im Jahr 2022/23 veröffentlicht.

Nach zwei turbulenten Jahren markierte das Jahr 2022 einen Wendepunkt in der Erholung der europäischen Kinoindustrie. Die Kinobesucherzahlen in Europa stiegen im Jahr 2022 um schätzungsweise 36,2 Prozent – mit fast 809 Millionen Besuchen in der gesamten Region. Die Einspielergebnisse beliefen sich auf beachtliche 5,7 Milliarden Euro. Dies, obwohl einige Kinos in den ersten Monaten des Jahres mit Einschränkungen, steigenden Energiekosten, den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts und einem immer noch begrenzten Filmangebot konfrontiert waren.

Insbesondere die Einspielergebnisse in Rumänien (+142 Prozent im Vergleich zu 2021), Litauen (+133,5 Prozent), Slowenien (+182,3 Prozent), Deutschland (+93,5 Prozent) und Österreich (+96 Prozent) belegen die Stärke der Erholung des Sektors im vergangenen Jahr.

Das lokale Filmprodukt war dabei ebenso von entscheidender Bedeutung, wobei Länder wie Frankreich (41,1 Prozent), die Tschechische Republik (33,5 Prozent), die Türkei (46 Prozent), Deutschland (27 Prozent) und Dänemark (26 Prozent) an der Spitze standen –  gemessen am Marktanteil nationaler Filme.

Zwischen 2022 und der ersten Hälfte des Jahres 2023 gelang es mehreren europäischen und internationalen Titeln Kassenrekorde zu brechen, wobei „Avatar: The Way of Water“ mit fast 800 Millionen US-Dollar an den Kinokassen der Film mit den höchsten Einnahmen aller Zeiten in der EMEA-Region wurde. „Triangle of Sadness“, Gewinner der Goldenen Palme von Cannes 2022, wurde in über 40 internationalen Märkten veröffentlicht und verzeichnete weltweit einen Umsatz von über 25 Millionen US-Dollar.

Weltweit lag das erste Quartal 2023 um 27 Prozent über dem ersten Quartal 2022 und doppelt so hoch wie das erste Quartal 2021. In der EMEA-Region war dieses mit einem bemerkenswerten Anstieg von 32 Prozent im Vergleich das erfolgreichste Quartal seit Beginn der Pandemie im gleichen Zeitraum zum Vorjahr. Im ersten Quartal 2023 lagen die Niederlande um 3,3 Prozent über dem durchschnittlichen Einspielergebnis vor der Pandemie, Österreich legte um etwa 2 Prozent zu und Norwegen erreichte wieder die gleichen Einspielergebnisse wie 2019. Und dieser positive Trend setzte sich im Mai bei den internationalen Kinos fort. Der Kinomarkt (ohne China) erreichte das gleiche Einspielergebnis wie im Vergleichsmonat 2017–2019. Spanien und Italien erzielten beispielsweise nahezu ähnliche Einspielergebnisse wie 2019.

Christian Dörfler, heimischer Kinosprecher und österreichischer Vertreter in der UNIC dazu: “Zahlreiche Umfragen zum Publikumsverhalten in ganz Europa zeigen, dass das Publikum, insbesondere die jüngeren Altersgruppen, wieder ins Kino zurückkehrt und bestätigt, dass der Kinobesuch eine bevorzugte und kostengünstigste Alternative in der Bandbreite der Freizeitaktivitäten ist. Der leichte Anstieg des durchschnittlichen Ticketpreises in Europa um 4 Prozent ab 2021 ist auch auf die wachsende Beliebtheit von Premium-Großformaten zurückzuführen, die zeigt, dass das Publikum bereit ist, für einen Premium-Service oder ein Premium-Erlebnis mehr zu zahlen“. 

DIE INTERNATIONALE UNION DER KINOS (UNIC) vertritt die Interessen von nationalen Kinoverbänden und Kinobetreibern in 39 Ländern in Europa und angrenzenden Regionen. Verfügbar ist der Jahresbericht der UNIC 2023 online hier. (PWK203/ES)

 

 

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