ÖGB-Reischl: „Kostenfalle im Homeoffice-Paket umgehend beseitigen!“
Überwiegender Teil der Beschäftigten bekommt keinen Kostenersatz für Mehraufwand
Durch die Corona-Pandemie ist Homeoffice in vielen österreichischen Unternehmen angekommen, wo es zuvor nicht üblich war. Um einheitliche Spielregeln für die Beschäftigten zu sichern, haben die Sozialpartner gemeinsam mit der Regierung vor über zwei Jahren ein eigenes Homeoffice-Paket auf den Weg geschickt. „Es ist ein sehr gutes Paket mit vielen wichtigen Regelungen, aber wie wir jetzt wissen, leider auch ein Paket mit einer versteckten Kostenfalle“, so Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB.
Die Falle liegt laut der Gewerkschafterin darin, dass „viele Menschen, die regelmäßig Homeoffice machen, oft auf ihren Kosten sitzenbleiben. Bevor man wie aktuell über eine Ausweitung des Pakets redet, muss diese Falle gelöst und beseitigt werden“.
Laut einer aktuellen vom Arbeits- und Wirtschaftsministerium beauftragten Studie sagen 7 von 10 Arbeitnehmer:innen, dass sie den Mehraufwand, der im Homeoffice entsteht, nur teilweise oder gar nicht bekommen. „Das ist gerade in Zeiten von ausufernder Inflation den Betroffenen nicht zumutbar“, betont Reischl.
„Wir wissen, dass gerade in Betrieben mit Betriebsrat die Menschen viel eher zu ihrem Kostenersatz für ihre Arbeit im Homeoffice kommen als in Betrieben, wo es keine Vertretung für die Beschäftigten gibt. Wir werden daher verstärkt großflächig informieren und auch versuchen, in noch mehr Unternehmen Betriebsräte zu gründen“, sagt Reischl.
ÖGB Kommunikation
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