Vor schrittweiser Anhebung des Frauen-Pensionsalters: Regierung muss liefern!

Ab 2033 gehen Frauen erst mit 65 Jahren in Pension – ÖGB-Schumann: „Frauen sind massiv belastet. Weder Kinderbetreuung noch Pflege sind darauf vorbereitet.“

Die Zahlen aus der Sonderauswertung des Sozialministeriums alarmieren: Durchschnittlich jede dritte Frau wechselt nicht direkt von der Erwerbstätigkeit in die Alterspension. In der Gruppe der Arbeiterinnen ist es nur jede zweite, die direkt aus dem Job in die Pension wechselt. „Viele Frauen haben schon Schwierigkeiten, bis zum 60. Lebensjahr zu arbeiten, weil die körperliche Belastung beispielsweise in der Pflege oder in der Reinigung so hoch ist“, sagt Korinna Schumann, Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB. „Wie soll sich da ein Arbeiten bis 65 ausgehen“, so Schumann weiter. Diese Situation macht deutlich, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Unternehmen dazu zu bewegen, ihren Mitarbeitern und gerade ihren Mitarbeiterinnen adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten bis zum Pensionsantritt anzubieten, insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten schrittweisen Erhöhung des Frauenpensionsalters ab 2024.

ALTERNSGERECHTES ARBEITEN

Schumann fordert in diesem Zusammenhang eine alternsgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen, die durch betriebliche Gesundheitsangebote, altersadäquate Arbeitszeitmodelle, veränderte Arbeitsorganisation und den Abbau von negativen Stereotypen gegenüber älteren Beschäftigten erreicht werden kann. Schumann betont außerdem die Notwendigkeit besserer Weiterbildungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmerinnen.

Martin Mandl
ÖGB – Kommunikation
Mobil: +43 660 52 12 646
E-Mail: martin.mandl@oegb.at

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