Apotheken sammeln 30.000 Euro für St. Anna Kinderkrebsforschung
Im Rahmen des internationalen Monats gegen Kinderkrebs im September haben Österreichs Apotheken über 30.000 Euro zugunsten der St. Anna Kinderkrebsforschung gesammelt. Die Mittel ermöglichen innovative Diagnose- und Behandlungsmethoden.
Der Großteil der Summe wurde durch das Engagement zahlreicher Apotheken in ganz Österreich erzielt, die Spendenboxen aufgestellt und ihre Kund:innen eingeladen haben, einen Beitrag zur Kinderkrebsforschung zu leisten. Ein weiterer Teil des Betrags stammt aus den Tombola-Einnahmen des Balls der Pharmazie im Jänner 2026, den die Österreichische Apothekerkammer veranstaltet.
Bei der offiziellen Spendenübergabe an die St. Anna Kinderkrebsforschung betonte Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer: „Als Apothekerinnen und Apotheker tragen wir täglich Verantwortung für die Gesundheit der Menschen. Gerade wenn Kinder schwer erkranken, ist Solidarität besonders wichtig. Dass wir gemeinsam mit unseren Apotheken und Kundinnen und Kunden über 30.000 Euro für die Kinderkrebsforschung sammeln konnten, ist ein starkes Zeichen des Zusammenhalts. Jede Spende hilft mit, Therapien weiterzuentwickeln und die Heilungschancen betroffener Kinder nachhaltig zu verbessern.“
Dazu die wissenschaftliche Direktorin, Dr. Sabine Taschner-Mandl: „Die Unterstützung der österreichischen Apotheken ist ein starkes Zeichen der Solidarität mit krebskranken Kindern und ihren Familien. Spenden wie diese ermöglichen es uns, innovative Forschung voranzutreiben und neue Erkenntnisse rasch in moderne, individuell abgestimmte Therapien zu überführen. Für dieses großartige Engagement danken wir sehr herzlich.“
GEMEINSAM GEGEN KINDERKREBS
Jährlich erkranken weltweit rund 400.000 Kinder und Jugendliche an Krebs – in Österreich sind es etwa 200 Kinder und 120 Jugendliche. Die Diagnose trifft Familien meist völlig unerwartet und verändert ihr Leben schlagartig. Der internationale Childhood Cancer Awareness Month im September macht auf die besonderen Herausforderungen betroffener Kinder und ihrer Familien aufmerksam und unterstreicht die immense Bedeutung von Forschung und moderner Therapie. Dank intensiver wissenschaftlicher Arbeit liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate in Österreich mittlerweile bei über 80 Prozent – ein Erfolg, der nur durch kontinuierliche Forschungsarbeit möglich ist. Auch die pharmazeutische Unterstützung spielt dabei eine wesentliche Rolle.
KRANKENHAUSAPOTHEKER:INNEN ALS TEIL DES INTERDISZIPLINÄREN TEAMS
Die erfolgreiche Behandlung von Krebs bei Kindern gelingt am besten interdisziplinär. Pharmazeut:innen sind dabei ein zunehmend wichtiger Bestandteil des therapeutischen Teams. Im St. Anna Kinderspital werden jährlich mehr als 120 Patient:innen– von Neugeborenen bis zu jungen Erwachsenen – mit erstmals diagnostizierten Krebserkrankungen aufgenommen.
Krankenhausapotheker:innen begleiten die Therapie engmaschig und umfassend: Sie nehmen an Kurvenvisiten teil, liefern fundierte Arzneimittelinformationen und Literaturrecherchen, führen pharmazeutische Entlassungsgespräche etwa nach Stammzelltransplantationen, unterstützen bei Organisation und Logistik von Arzneimitteln sowie in Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement und Pharmaökonomie. Fort- und Weiterbildung sind dabei ebenso zentrale Bestandteile ihrer Tätigkeit.
Österreichische Apothekerkammer
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