IV begrüßt Vorstoß zur Reform des EU-Emissionshandels
Emissionshandel realitätsnah weiterentwickeln und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern
Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt ausdrücklich die Initiative von Bundeskanzler Christian Stocker und weiteren europäischen Regierungschefs, den EU-Emissionshandel (ETS) auf den Prüfstand zu stellen. „Die Forderung nach einer Abflachung des derzeitigen Reduktionspfads sowie nach einer Verlängerung kostenloser Zertifikate greift zentrale Anliegen der energieintensiven Industrie auf. Angesichts hoher Energiepreise und zunehmender globaler Wettbewerbsverzerrungen ist eine Anpassung des Systems notwendig, um ein Abwandern von Produktion und Wertschöpfung aus Europa zu verhindern“, kommentiert IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.
Aus Sicht der IV braucht es nun strukturelle Reformen auf europäischer Ebene, die Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang bringen. Dazu zählen insbesondere eine Verlängerung der Freizuteilung von CO2-Zertifikaten für besonders betroffene Sektoren über 2034 hinaus, ein deutlich langsameres Abschmelzen dieser Zuteilung bereits ab 2028 sowie eine Verlängerung des ETS1 über 2039 hinaus.
Dieser planbare Übergang ist insofern wichtig, um Zusatzbelastungen für die ohnehin massiv unter Druck stehende Industrie abzuwenden sowie zusätzliche Kosten durch den CO2-Grenzausgleich (CBAM) zu begrenzen. Der kommende Europäische Rat ist gefordert, klare industriepolitische Signale zu setzen und für nachhaltige Entlastungen zu sorgen.
Industriellenvereinigung
Marlena Mayer, BA
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