Wiener Sozialdienste: 80 Jahre für Menschen
Neuer Wohnort für mehr Selbstbestimmung
Die Wiener Sozialdienste feierten am 15. April 2026 ihr 80-jähriges Bestehen und eröffneten gleichzeitig mit dem Garconnierenverbund einen neuen Standort in der Waldrebengasse im 22. Wiener Gemeindebezirk. Mit dem Angebot des Teilbetreuten Wohnens wird das Unterstützungsnetz für Menschen mit psychischer Erkrankung bzw. psychosozialen Behinderungen in Wien weiter ausgebaut. Zahlreiche Vertreter:innen aus Politik sowie dem Sozial- und Gesundheitsbereich nahmen an der Veranstaltung teil und würdigten die langjährige Arbeit der Wiener Sozialdienste.
Den Auftakt der Feierlichkeiten machte Stadtrat Peter Hacker, der die Eröffnungsworte sprach. „80 Jahre Wiener Sozialdienste sind ein beeindruckendes Zeichen für Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung. Mein Dank gilt den Mitarbeiter:innen, den Teams vor Ort und dem Fonds Soziales Wien für das unermüdliche Engagement, mit dem sie diese Solidarität täglich leben. Mit dem neuen Standort stärken wir das Angebot des Teilbetreuten Wohnens in unserer Stadt und schaffen zusätzlichen Raum für die Integration und Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen.“
Im Anschluss begrüßte Anita Bauer, Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien, die Gäste. „80 Jahre und somit fast ein ganzes Jahrhundert mit Engagement für die Menschen – die Wiener Sozialdienste sind für den Fonds Soziales Wien ein langjähriger und verlässlicher Partner, um soziale Sicherheit in der Stadt zu gewährleisten. Die heutige Standorteröffnung trägt genau dazu bei. Damit gibt es bereits 34 Garconnierenverbünde in denen 413 FSW-Kund:innen in Wien versorgt werden können. Hier in der Waldrebengasse finden Menschen mit psychischen Erkrankungen ein Zuhause, in dem sie selbstbestimmt und mit bedarfsorientierter Betreuung leben können.“
NEUE PERSPEKTIVEN IN DER WALDREBENGASSE
Mit dem Standort in der Waldrebengasse erweitern die Wiener Sozialdienste ihr Angebot im Bereich Teilbetreutes Wohnen. Ziel ist es, Menschen mit psychischer Erkrankung bzw. psychosozialen Behinderungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen – bei gleichzeitig individueller und bedarfsgerechter Unterstützung. Die Bewohner:innen werden entsprechend ihrer persönlichen Bedürfnisse begleitet und in ihrer Selbstständigkeit gestärkt. Insgesamt bieten die Wiener Sozialdienste im Bereich Wohnen nun 323 Plätze im Rahmen des teilbetreuten Wohnens in unterschiedlichen Settings an.
Eine Bewohnerin und ein Bewohner, die zuvor im Betreuten Wohnen – Kabelwerk gelebt haben, sind – passend zu ihren veränderten Bedürfnissen – in die Waldrebengasse übersiedelt und berichteten von ihren positiven Erfahrungen. Ihr Wechsel zeigt exemplarisch, wie gut die Angebote der Wiener Sozialdienste ineinandergreifen und wie durch enge interne Zusammenarbeit individuelle, passgenaue Lösungen ermöglicht werden.
80 JAHRE „GEMEINSAM. FÜR MENSCHEN.“
Seit ihrer Gründung im Jahr 1946 haben sich die Wiener Sozialdienste von der Wiener Hauskrankenpflege zu einem der größten sozialen Dienstleister der Stadt entwickelt. Heute begleiten die Mitarbeiter:innen Menschen aller Altersgruppen – von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter – und bieten vielfältige Leistungen in Pflege, Betreuung, Förderung, Begleitung, Beratung und Therapie.
„Seit 80 Jahren stehen die Wiener Sozialdienste für Verlässlichkeit, Qualität und Menschlichkeit. Mit dem neuen Standort in der Waldrebengasse schaffen wir zusätzlichen Wohnraum und unterstützen Menschen dabei, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiter:innen, die mit ihrem Engagement täglich dazu beitragen, dass wir Menschen in Wien bestmöglich begleiten können“, betont Gabriele Votava, Präsidentin der Wiener Sozialdienste.
VIELFÄLTIGE ANGEBOTE FÜR ALLE LEBENSPHASEN
Die Wiener Sozialdienste sind nicht nur für Erwachsene und ältere Menschen tätig, sondern begleiten Menschen in allen Lebensphasen. So wird heuer auch das 35-jährige Bestehen der Mobilen Frühförderung gefeiert. Die Mobile Frühförderung dient der pädagogisch orientierten Förderung von Kleinkindern mit Entwicklungsrisiko, Entwicklungsverzögerung oder Behinderung sowie der Unterstützung, Begleitung und Beratung ihrer Familien.
Im Bereich der Alten- und Pflegedienste konnte erst im vergangenen Jahr das 50-jährige Jubiläum der Heimhilfeausbildung begangen werden – ein starkes Zeichen für nachhaltige Qualität und Kompetenz in der Ausbildung von Betreuungspersonal. Die Kinderbetreuung Daheim feierte ebenfalls im letzten Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Dieses Angebot unterstützt insbesondere Alleinerzieher:innen: gut ausgebildete Pädagoginnen übernehmen bei Bedarf kurzfristig die Betreuung eines erkrankten Kindes – meist noch am selben Tag –, wenn Eltern beruflichen Verpflichtungen nachgehen müssen.
Auch das Institut für Paar- und Familientherapie der Wiener Sozialdienste Förderung & Begleitung GmbH blickt heuer auf 50 Jahre zurück und wird dieses Jubiläum im Herbst entsprechend begehen. Der Kontaktbesuchsdienst der Stadt Wien freut sich 2027 ebenfalls über das 50-jährige Jubiläum.
Die lange Geschichte der Wiener Sozialdienste zeigt sich nicht nur in Zahlen, sondern vor allem durch Menschen, die begleitet werden. Viele kennen vielleicht die wohl bekannteste „Influencerin“ der Wiener Sozialdienste – Erni, die im vergangenen Jahr ihren 100. Geburtstag gemeinsam mit den Wiener Sozialdiensten gefeiert hat und regelmäßig Lebensweisheiten über die Social-Media-Kanäle des Vereins teilt. Ein Beispiel dafür, wie lange und eng die Wiener Sozialdienste Menschen in dieser Stadt begleiten.
Für einen stimmungsvollen Ausklang der Veranstaltung sorgte eine Musikgruppe aus der Tagesstruktur HandWerk der Wiener Sozialdienste mit einem musikalischen Beitrag. Durch die Veranstaltung moderierte die Bereichsleitung des Teilbetreuten Wohnens, Karina Purger.
ÜBER DIE WIENER SOZIALDIENSTE
Wiener Sozialdienste
Leitung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Mag.a Petra Endl
Telefon: +43 1 98121 1080
E-Mail: petra.endl@wiso.or.at
Website: https://www.wienersozialdienste.at
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