Jetzt wird’s wieder gut: Der Wiener Reparaturbon geht am 22. April in die nächste Runde

„Wien soll eine Stadt ohne Verschwendung werden, in der ein gutes Leben für alle möglich ist: Dabei spielt auch die nachhaltige Nutzung von Gegenständen eine wichtige Rolle“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Dazu soll auch der Wiener Reparaturbon beitragen, der am 22. April 2026 in die nächste Runde geht. Und heuer können mit dem Wiener Reparaturbon neben vielen anderen Dingen auch wieder Fahrräder repariert werden – da diese Reparaturen nicht mehr vom Bund unterstützt werden.

„Der Bon kann ganz einfach aus dem Internet heruntergeladen und bei teilnehmenden Betrieben des Wiener Reparaturnetzwerks eingelöst werden“, so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky bei der Präsentation bei der Schuh-Abgabestation der „Solemates“ in der Kletterhalle „boulderbar“ beim Wiener Hauptbahnhof in Wien-Favoriten.

Der Wiener Reparaturbon fördert die Reparatur mit bis zu 50 Prozent und maximal 100 Euro der Bruttoreparaturkosten. „Damit ist der Bon ein Gewinn für Klima, die lokale Wirtschaft und auch für das Geldbörsel der Wienerinnen und Wiener“, freut sich Klimastadtrat Czernohorszky. Insgesamt stellt die Stadt Wien für den Reparaturbon bis zum Jahr 2027 rund 1,2 Millionen Euro bereit.

DIE SOLEMATES: KLETTERSCHUHE REPARIEREN LASSEN – GANZ EINFACH!

„Ein gutes Leben in unserer Stadt hat sehr viel mit Wertschätzung zu tun – mit Wertschätzung füreinander, aber auch für die vielen Dinge, die unseren Alltag prägen und die nicht leichtfertig zu Wegwerfprodukten werden sollen“, betont Klimastadtrat Czernohorszky. Viele Gegenstände sind uns richtig ans Herz gewachsen. Dank der Reparatur muss man sich von ihnen nicht trennen. Der Reparaturbon macht das für alle erschwinglich!“

Die Solemates verstehen sich als Service von Kletternden für Kletternde. Ihr Ziel ist es, den Klettersport nachhaltiger zu machen – und deshalb soll Kletterschuhe reparieren genauso einfach sein wie neue zu kaufen. Das naheliegendste ist es daher, dass man kaputte Kletterschuhe genau dort reparieren lassen kann, wo sie kaputt gehen – nämlich in Kletterhallen. 2022 wurde die erste Abgabebox aufgestellt – inzwischen können kaputte Schuhe in der Blockfabrik, in der Boulderbar Hauptbahnhof und in der Kletterhalle Wien abgegeben werden. Alle Infos gibt es unter www.solemates.at

Bezirksvorsteher Marcus Franz: „Dinge des Alltags zu reparieren, ist etwas, das die KI nicht kann. Früher wurden Gebrauchsgegenstände ganz selbstverständlich repariert – heute machen wir das wieder attraktiv. Mit dem Reparaturbonus sparen die Menschen Geld, wir vermeiden Müll und gleichzeitig sichern wir Arbeitsplätze hier im Grätzl. Das ist Klimaschutz, der im Alltag und im Geldbörsel ankommt.“

55.800 REPARIERTE GEGENSTÄNDE SEIT BEGINN DER AKTION

Reparieren lassen kann man mit dem neuen Wiener Bon nahezu alles, von der Gitarre, über Teddybären bis zum Kleiderschrank – ausgenommen sind Elektrogeräte, weil diese vom österreichweiten Bundesreparaturbonus abgedeckt werden.

Seit Beginn des Förderprogramms im Herbst 2020 wurden mehr als 55.800 Gegenstände repariert. Das entspricht einer Einsparung von über 3.209 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Ein Hektar Wald speichert pro Jahr ca. 13 Tonnen CO2. Der Wiener Reparaturbon hat also die Arbeit von mehr als 246 Hektar Wald übernommen – das entspricht in etwa einer Waldfläche in der Größenordnung der Bezirke Mariahilf und Josefstadt.

Die Abwicklung des Wiener Reparaturbons obliegt der Stadt Wien – Umweltschutz. Abteilungsleiter Michael Kienesberger betont: „Der Wiener Reparaturbon unterstützt die Kreislaufwirtschaft und den Klimaschutz gleichermaßen. Reparieren wird mit ihm nachhaltiger und finanziell deutlich attraktiver.“

NEOS Wien Umweltsprecherin Angelika Pipal-Leixner: „Von Lieblingsstücken trennt man sich nicht gerne. Dinge wegzuwerfen, ist schade und Ressourcenverschwendung. Reparieren ist daher aktiver Klimaschutz. Wer sein Fahrrad oder die Lieblingsschuhe richten lässt, schont wertvolle Ressourcen und investiert gleichzeitig direkt in unsere Wiener Fachbetriebe. Das ist ein Turbo für die lokale Wirtschaft und ein Gewinn für Klima und Umwelt!“

DETAILS ZUM WIENER REPARATURBON

Mit 22. April startet die Neuauflage des Erfolgsmodells Wiener Reparaturbon. Ab diesem Tag wird der Wiener Reparaturbon zum Download bereitgestellt. Nach der Registrierung bzw. Anmeldung auf der Seite mein.wien.gv.at/wienerreparaturbon kann der Wiener Reparaturbon heruntergeladen und gleich bei der Beauftragung der Reparatur eingelöst werden. Übernommen werden 50 Prozent der Bruttoreparaturkosten bis zu einem maximalen Förderbetrag von 100 Euro. Für die Registrierung ist ein Stadt Wien Konto mit verifizierter E-Mailadresse und Mobiltelefonnummer erforderlich.

Sollte sich eine Reparatur doch nicht mehr rentieren, übernimmt der Wiener Reparaturbon die anfallenden Kostenvoranschläge mit bis zu 55 Euro. Die Förderung wird sofort beim Bezahlen vom Rechnungsbetrag abgezogen.

Auf dem Bon befindet sich ein Ablaufdatum, bis zu welchem die Reparatur des Gegenstands beauftragt werden muss. Der Bon kann direkt bei der Beauftragung im Betrieb eingelöst werden – die Reparatur muss noch nicht abgeschlossen sein.

Alle teilnehmenden Betriebe, bei welchen der Wiener Reparaturbon eingelöst werden kann, sind Teil des Reparaturnetzwerks Wien und werden vor der Aufnahme streng geprüft. Betriebe des Wiener Reparaturnetzwerks müssen verpflichtend diverse Kriterien erfüllen. Dazu gehören unter anderem, dass 50 Prozent der Arbeitsplätze Reparaturplätze sind, oder dass der Betrieb ein breites Markenspektrum (mindestens 3 Marken) repariert. Mehr Infos dazu gibt es unter www.reparaturnetzwerk.at

Details zum Wiener Reparaturbon: www.wien.gv.at/umweltschutz/wienerreparaturbon.html

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürzeunter www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar.

Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
Telefon: +43 1 4000 81446
E-Mail: michaela.zlamal@wien.gv.at

Roman David-Freihsl
Kommunikation Stadt Wien – Umweltschutz
Telefon: +43 1 4000 73422
E-Mail: roman.david-freihsl@wien.gv.at
Website: https://www.umweltschutz.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.