Elektro- und Elektronikindustrie: Zweite KV-Verhandlungsrunde am Freitag
Gewerkschaften PRO-GE und GPA fordern verhandelbares Angebot für Lohn- und Gehaltserhöhungen
Am 24. April um 13 Uhr gehen die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 60.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) in die zweite Runde. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA fordern, dass die Arbeitgeberseite am Freitag ein verhandelbares Angebot vorlegt. „Der neue Kollektivvertrag soll bereits mit 1. Mai gelten. Die Gewerkschaften sind bereit, den neuen Kollektivvertrag zügig zu verhandeln. Aber dazu braucht es ein faires Angebot für nachhaltige Lohn- und Gehaltserhöhungen“, sagen die beiden Verhandlungsleiter der Arbeitnehmer:innenseite, Reinhold Binder (PRO-GE) und Eva Scherz (GPA).
Für Binder und Scherz hat die Stärkung der Kaufkraft Priorität und beide verweisen vor der zweiten Gesprächsrunde erneut auf den klaren Aufwärtstrend der Branche. Es gebe sehr erfreuliche Ergebnisse, die unter anderem mit hoher Auslastung, Investitionen und vollen Auftragsbüchern einhergingen.
Neben den Erhöhungen von Löhnen, Gehältern und Lehrlingseinkommen fordern die Gewerkschaften auch eine bessere Bezahlung für sehr belastende Arbeitszeiten. So soll die Zulage für die zweite Schicht auf 1,50 Euro pro Stunde und für die dritte Schicht auf fünf Euro pro Stunde steigen. Zudem steht unter anderem eine zusätzliche Pflegefreistellung für Eltern von Kindern mit Behinderung auf dem Forderungsprogramm.
Im Vorjahr konnten die Gewerkschaften erst nach elf Wochen, fünf Verhandlungsrunden und Betriebsversammlungen einen neuen Kollektivvertrag abschließen. Die KV-Löhne und Mindestgrundgehälter wurden damals um 3 Prozent erhöht. Die Ist-Löhne bzw. -Gehälter stiegen um 2,75 Prozent bzw. maximal um 115 Euro.
PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit
Mathias Beer
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Gewerkschaft GPA – Öffentlichkeitsarbeit
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