Hammer zu Rosenkranz: Opferrolle statt Selbstkritik

Grüne kritisieren Verharmlosung Identitärer und fordern Abwahlmöglichkeit für NR-Präsidenten

„Rosenkranz tut exakt das, was Freiheitliche immer tun, wenn sie sich mit Kritik konfrontiert sehen: Er begibt sich in eine Opferrolle, anstatt sich kritisch mit der eigenen Partei und deren extrem rechten Umtrieben auseinanderzusetzen“, hält Lukas Hammer, Rechtsextremismussprecher der Grünen, nach Rosenkranz heutigem Interview im Hohen Haus auf ORF fest, und weiter: „Das bestätigt nur, was wir ohnehin seit seinem Amtsantritt sagen: NR-Präsident Rosenkranz ist für dieses Amt absolut ungeeignet und hat das Vertrauen des Parlaments mittlerweile endgültig verspielt. Wir müssen dringend über eine Abwahlmöglichkeit sprechen.“

Scharfe Kritik übt Hammer an Rosenkranz relativierenden Aussagen: „Nein, Herr Rosenkranz, die ‚Identitären‘ sind nicht einfach nur eine demonstrierende ‚Jugendbewegung‘ – das ist eine grobe Verharmlosung gewalttätiger Rechtsextremer“, so der Rechtsextremismussprecher. Außerdem übt er Kritik an der Bestellung eines Burschenschafters zum Parlamentsdirektor: „Ein Burschenschafter empfiehlt im Auftrag eines Burschenschafters einen weiteren Burschenschafter – und dieser gehört auch noch derselben schlagenden Verbindung wie Walter Rosenkranz an. Das ist der Prototyp einer rechten Männerseilschaft. Auch hier liefert Rosenkranz ein verheerendes Bild seiner Amtsführung.“

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