Rettung statt Versuchslabor: 41 Laborratten bekommen eine zweite Chance

Tierschutz Austria fordert zum Aktionstag ein Ende grausamer Tierversuche – Kritik an Botox-Produktion wird lauter

Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April setzt Tierschutz Austria ein starkes Zeichen: Insgesamt 41 Laborratten werden aktuell aus Versuchseinrichtungen gerettet und in ein neues Leben begleitet. Die ersten 19 Tiere sind bereits aus Oberösterreich im Tierschutzhaus Vösendorf angekommen, die restlichen folgen in den kommenden Wochen. Damit leben aktuell über 100 ehemalige Laborratten bei Tierschutz Austria – alle mit der Chance auf ein neues Zuhause. Jetzt ein zu Hause schenken.

„Diese Tiere sind nichts anderes als Überlebende eines Systems, das in vielen Fällen längst Alternativen hätte. Sie stehen stellvertretend für Millionen Versuchstiere, die jedes Jahr leiden und sterben“, sagt Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria.

VOM VERSUCHSTIER ZUM FAMILIENMITGLIED

Das sogenannte Rehoming – die Vermittlung von Tieren aus Versuchslaboren in private Haushalte – gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auch Ratten können zutrauliche, intelligente und soziale Haustiere sein, wenn man ihnen die Chance gibt.

„Viele Menschen wissen gar nicht, wie neugierig und verspielt Ratten sind. Wer ihnen Zeit gibt, bekommt unglaublich viel zurück“, so Stephan Scheidl aus dem Tierschutzhaus Vösendorf.

KRITIK AN TIERVERSUCHEN FÜR SCHÖNHEITSPRODUKTE

Besonders scharf kritisiert Tierschutz Austria den Einsatz von Tierversuchen in der Kosmetikindustrie – etwa bei der Produktion von Botox. Trotz vorhandener Alternativmethoden werden weiterhin Tiere eingesetzt, um die Giftigkeit des Wirkstoffs zu testen.

„Es ist völlig absurd, dass Tiere für Schönheitsideale leiden und sterben. Gerade bei Botox gibt es längst Alternativen – sie müssen endlich verpflichtend eingesetzt werden“, fordert Aschauer.

Die Nachfrage nach Botox-Produkten steigt seit Jahren. Jede Produktionseinheit muss aufgrund der hohen Toxizität geprüft werden – ein Prozess, bei dem noch immer zahlreiche Tiere eingesetzt und getötet werden.

FORDERUNG: BOTOX OHNE TIERLEID

Tierschutz Austria fordert daher klare gesetzliche Regeln: In Österreich sollen nur noch Botox-Produkte zugelassen werden, die nachweislich ohne Tierversuche hergestellt wurden.

„Wenn Alternativen existieren, gibt es keine Ausrede mehr für Tierleid“, so Aschauer.
Zum Aktionstag ruft die Organisation außerdem zur Unterstützung einer Petition auf:

Tierschutz Austria
Mag. Martin Aschauer
Telefon: 069916604075
E-Mail: martin.aschauer@tierschutz-austria.at
Website: https://www.tierschutz-austria.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Kommentare sind geschlossen, aber trackbacks und Pingbacks sind offen.