Irreführung bei Import-Eiern im Supermarkt: Land schafft Leben fordert volle Transparenz

IMPORTIERTE EIER SORGEN DERZEIT IM GROSSRAUM WIEN FÜR VERUNSICHERUNG: ABBILDUNGEN AUF VERPACKUNGEN STIMMEN NICHT MIT DER ANGEGEBENEN HALTUNGSFORM ÜBEREIN. ZUDEM ZOG DAS WIENER MARKTAMT VOR KURZEM ZEHNTAUSENDE UNGEKENNZEICHNETE UKRAINISCHE EIER AUS DEM VERKEHR. DER VEREIN LAND SCHAFFT LEBEN FORDERT VOLLE TRANSPARENZ FÜR KONSUMENTINNEN UND KONSUMENTEN BEI HALTUNG UND HERKUNFT.

Kaum ein Lebensmittel ist in Österreich so transparent gekennzeichnet wie das Frischei – bis jetzt. Konsumentinnen und Konsumenten konnten sich bisher darauf verlassen, dass Frischeier im Supermarkt aus Österreich stammen und zudem auf einen Blick sehen, wie die Hühner gehalten werden. Jüngste Vorkommnisse bringen diese über Jahre aufgebaute Rückverfolgbarkeit allerdings ins Wanken. Ein Lebensmitteleinzelhändler hat bayrische Eier ins Sortiment aufgenommen. Die Verpackungen der Import-Eier zeigen Hühner im Freiland, obwohl es sich laut Kennzeichnung um Eier aus Bodenhaltung handelt. Laut Wiener Marktamt ist der Verdacht der Irreführung evident. HANNES ROYER, Gründer des Vereins Land schafft Leben, sagt: „_Im Großraum Wien sind wir in mehreren Filialen fündig geworden. Gleichzeitig waren die Regale mit österreichischer Ware vollgefüllt. Braucht es da wirklich Eier aus Deutschland? Bei unserer __Blitzumfrage __bei Konsumentinnen und Konsumenten war die Antwort klar: Nein – rot-weiß-rot-Eier vor Importware._“ Gleichzeitig gab das Wiener Marktamt bekannt, bei einer Lkw-Kontrolle über 75.000 ungestempelte Eier aus der Ukraine entdeckt zu haben. Der Fahrer wurde mit seiner Fracht zurückgeschickt. Wohin die Eier geliefert werden sollten, ist bislang unklar.

VERUNSICHERUNG BEI FRISCHEIERN WÄCHST

Die Standards der heimischen Eierproduktion zählen zu den höchsten Europas. Österreichische Eier unterliegen umfassenden Kontrollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette inklusive Rückverfolgbarkeit. Österreich produziert jährlich 2,3 Milliarden Eier, davon gehen eine Milliarde in den Lebensmitteleinzelhandel. Heimische Ware ist genügend vorhanden. _„Konsumentinnen und Konsumenten können sich sicher sein, woher Eier kommen, wenn sie zur österreichischen Packung greifen. _Es ist absolut unverständlich, warum plötzlich Import-Eier im Supermarktregal landen, die noch dazu in die Irre führen. So entsteht große Unsicherheit_“_, so ROYER. _„_Gerade Eier stehen für viele Menschen sinnbildlich für Regionalität, Tierwohl und Vertrauen. Und dieses Vertrauen beginnt durch solche Vorkommnisse zu bröckeln._“_

FORDERUNG DER KENNZEICHNUNG AUCH BEI VERARBEITETEN EIERN

Bisher tappten Konsumentinnen und Konsumenten bei verarbeiteten Eiprodukten im Dunkeln: Dort müssen weder Herkunft noch Haltungsform der verwendeten Eier verpflichtend angegeben werden. Der Fall der ukrainischen Eier zeigt die Gefahr auf, so HANNES ROYER: _„Mitten in der Nacht finden vermeintliche Käfigeier aus Drittländern, deren Produktion in der EU längst verboten ist, ihren Weg nach Österreich. Käfigeier landen ungekennzeichnet in verarbeiteten Produkten. _Transparenz darf keine Zusatzleistung sein, sondern muss selbstverständlich werden. Daher braucht es auch bei verarbeiteten Eiern und Eiprodukten eine Kennzeichnung._“_

Carina Bauer, Kommunikation
Land schafft Leben
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