SPÖ-Herzog zu ÖAW-Geburtenbarometer: „Mehr Väterkarenz stärkt Familien“
Expertin bestätigt Handlungsbedarf – bis Ende des Jahres sollen Maßnahmen erarbeitet werden
„Wenn Väter mehr Verantwortung in der Kinderbetreuung übernehmen können, profitieren Familien, Kinder und die gesamte Gesellschaft“, sagt SPÖ-Familiensprecher Bernhard Herzog mit Verweis auf einen Beitrag im heutigen Ö1-Mittagsjournal. Österreich weist derzeit die niedrigste Väterbeteiligung bei der Karenz in der gesamten EU auf. Laut der im Beitrag zitierten Expertin liegen die Ursachen dafür vor allem in fehlenden strukturellen Rahmenbedingungen – etwa der Kinderbetreuung, festgefahrenen Rollenbildern und fehlender Akzeptanz der Arbeitgeber. „Wir wollen die Hürden abbauen, die Männer noch immer davon abhalten, in Karenz zu gehen. Familie ist schließlich Teamarbeit“, so Herzog. ****
Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt die Schieflage deutlich: Mütter nehmen nach der Geburt eines Kindes durchschnittlich 416 Tage bezahlte Elternkarenz in Anspruch, Väter hingegen nur neun Tage. „Das ist kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem, das wir politisch angehen müssen“, betont Herzog. Nicht zuletzt würden Studien auch darauf hindeuten, dass eine höhere Väterbeteiligung in der Karenz positive Effekte auf die Geburtenrate haben kann.
Die jüngste SPÖ-Umfrage zur Väterkarenz habe bereits gezeigt, dass viele Familien nach wie vor mit finanziellen Unsicherheiten, fehlender Unterstützung und beruflichen Nachteilen konfrontiert sind. Besonders Frauen übernehmen weiterhin den Großteil der unbezahlten Betreuungsarbeit. „Karenz darf keine Karrierefalle sein – weder für Frauen noch für Männer“, so Herzog.
Bis Ende des Jahres soll eine Arbeitsgruppe im Familienministerium Maßnahmen erarbeiten, um die Karenz gleichmäßiger zwischen den Eltern aufzuteilen. (Schluss) mf/lw
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