CD-Labor für Metaflammation in der Peritonealdialyse eröffnet
Forschung schafft Basis für neue Therapieansätze bei chronischem Nierenversagen
(WIEN, 21-05-2026) – MIT DER ERÖFFNUNG EINES NEUEN CHRISTIAN DOPPLER LABORS AN DER MEDUNI WIEN ENTSTEHT EIN FORSCHUNGSSCHWERPUNKT ZUR VERBESSERUNG DER PERITONEALDIALYSE („HEIMDIALYSE“). DIESE FORM DER BEHANDLUNG VON CHRONISCHEM NIERENVERSAGEN FÜHRT HÄUFIG ZU ENTZÜNDUNGSBEDINGTEN KOMPLIKATIONEN. AM CD-LABOR FÜR METAFLAMMATION IN DER PERITONEALDIALYSE SOLL DIE WISSENSCHAFTLICHE GRUNDLAGE FÜR DIE ENTWICKLUNG NEUER THERAPIEN GESCHAFFEN WERDEN, UM DAS LEBEN DER PATIEN:INNEN ZU VERBESSERN UND ZU VERLÄNGERN.
Bei der Peritonealdialyse übernimmt das Bauchfell die Funktion einer natürlichen Filtermembran, über die Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper entfernt werden. Trotz dieser etablierten Therapie ist die Behandlung häufig von schweren Begleiterkrankungen geprägt, die mit einer deutlich erhöhten Sterblichkeit verbunden sind. Eine zentrale Rolle spielen dabei chronische Entzündungen, die mit einer erhöhten Infektanfälligkeit sowie einem gesteigerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen. Im Mittelpunkt des neuen CD-Labors stehen die als Metaflammation (metabolische Entzündung) zusammengefassten Krankheitsprozesse bei der Peritonealdialyse. Deren gesundheitsschädliche Auswirkung wurde bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und Adipositas bereits intensiv wissenschaftlich untersucht, im Zusammenhang mit der Peritonealdialyse besteht jedoch hoher Forschungsbedarf.
„Unser Ziel ist es, die Mechanismen der Metaflammation zu entschlüsseln, um die wissenschaftliche Grundlage für neue therapeutische Strategien zu schaffen“, sagt Rebecca Herzog (Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, MedUni Wien), die das CD-Labor leitet. Das bis 2033 anberaumte Forschungsprogramm wird vom Industriepartner Zytoprotec, einem Wiener Biotech-Unternehmen mit Spezialisierung auf innovative Dialyselösungen, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) finanziert.
BUNDESMINISTER WOLFGANG HATTMANNSDORFER:
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