Rauchstopp als starker Hebel für Gesundheit und Versorgung

Tabakkonsum zählt zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Wer nicht raucht oder damit aufhört, kann zahlreiche Erkrankungen vermeiden und das Gesundheitssystem entlasten.

Mehr als sieben Millionen Menschen sterben laut Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr weltweit an den Folgen des Tabakkonsums. Über 8.500 davon entfallen laut Epidemiologiebericht Sucht 2025 der Gesundheit Österreich GmbH auf Österreich. Ein erheblicher Teil dieser Erkrankungen und Todesfälle wäre durch konsequente Prävention vermeidbar. Daran erinnert der diesjährige Weltnichtrauchertag am 31. Mai.

„Rauchen ist kein harmloses Laster, sondern ein vermeidbarer Risikofaktor für schwere Erkrankungen und vorzeitige Todesfälle. Wer mit dem Rauchen aufhört oder gar nicht erst damit beginnt, schützt die eigene Gesundheit und trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen und die medizinische Versorgung zu entlasten. Damit wirkt sich jeder Rauchstopp für einen selbst und für die Gemeinschaft positiv aus“, betont Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, anlässlich des Aktionstags, der gleichzeitig das Ende der derzeit laufenden Europäischen Krebswoche markiert.

So gilt das Rauchen beispielsweise als Hauptursache für Lungenkrebs. Dabei zeigt der Europäische Plan zur Krebsbekämpfung, dass etwa 40 Prozent der Krebsfälle durch wirksame Prävention vermeidbar wären. Neben dem Tabakkonsum tragen auch Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und übermäßiger Alkoholkonsum wesentlich zur Entstehung unterschiedlicher Arten von Krebs bei.

Rund 2,7 Millionen Neuerkrankungen gibt es laut Europäischer Kommission pro Jahr. In Österreich sind es aktuell rund 48.000. Behandlungen, Arbeitsausfälle und steigender Pflegebedarf verursachen hohe Kosten. Präventionsmaßnahmen sind daher ein starker Hebel, um Erkrankungen und Kosten zu reduzieren.

Erfreulich ist, dass in den vergangenen fünf Jahren in Europa mehr als 100 Onkologika zur Zulassung empfohlen wurden und damit mehr Krebsarten behandelbar sind als je zuvor. Mehr als 2.000 onkologische Wirkstoffe befinden sich in der Pipeline.

Dazu Herzog: „Auch wenn viele Krebsarten heute gut behandelbar sind, bleibt für jeden Einzelnen ein gesunder Lebensstil entscheidend. Wer hier ansetzt, schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Gesundheitssystems.“

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Mai 2026), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
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