WKNÖ-Wirtschaftsparlament – Ecker fordert wirtschaftspolitische Trendwende: „Betriebe brauchen Entlastung statt neuer Belastungen“
Neue Steuern, zusätzliche Belastungen oder weitere Bürokratie seien der falsche Weg. Gefordert seien stattdessen Entlastung, Planungssicherheit und konsequente Deregulierung.
Beim Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) hat Präsident Wolfgang Ecker eine klare wirtschaftspolitische Kurskorrektur eingefordert. Angesichts der anhaltend schwierigen Konjunkturlage brauche es „eine echte wirtschaftspolitische Trendwende, damit Leistung wieder möglich wird und Betriebe endlich wieder Luft zum Atmen bekommen“, betonte Ecker in seiner Rede vor dem Wirtschaftsparlament.
„Unsere Unternehmen stehen massiv unter Druck. Hohe Arbeitskosten, hohe Energiepreise und immer mehr Bürokratie belasten die Betriebe täglich. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer fragen sich mittlerweile nicht mehr, wie sie wachsen können, sondern wie lange sie diese Belastungen noch stemmen können“, so Ecker. Neue Steuern, zusätzliche Belastungen oder weitere Bürokratie seien daher der falsche Weg. Gefordert seien stattdessen Entlastung, Planungssicherheit und konsequente Deregulierung.
REFORMPROZESS: KU 2-SENKUNG BRINGT ENTLASTUNG
Mit einem klaren Reformsignal hat sich die WKNÖ im Wirtschaftsparlament zum österreichweiten Erneuerungsprozess der Wirtschaftskammer-Organisation bekannt. Ein Antrag zur weiteren Senkung der Kammerumlage 2 (KU 2) von Wirtschaftsbund Niederösterreich, Freiheitliche Wirtschaft, Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband und Liste Industrie wurde einstimmig beschlossen. Ziel ist es, die Kammerumlage 2 (KU 2) bis 2030 schrittweise auf einen Hebesatz von 0,18 Prozent zu senken und parallel dazu notwendige Strukturreformen für eine dauerhaft ausgeglichene Finanzgebarung umzusetzen.
„Wir gehen als Wirtschaftskammer Niederösterreich beim Reformprozess mit gutem Beispiel voran. Bereits seit 2024 senken wir die KU 2 jährlich. Gegenüber 2023 wurden unsere Mitgliedsbetriebe dadurch bereits um mehr als zwölf Prozent entlastet. Diesen Weg setzen wir konsequent fort“, betonte Ecker. Nach aktuellem Stand werden die niederösterreichischen Unternehmen ab 2030 jährlich um rund 13 Millionen Euro entlastet – das entspricht einer Senkung der KU 2 um mehr als 25 Prozent gegenüber 2023.
WKNÖ-DIREKTOR SCHEDLBAUER: INVESTITIONEN IN DIGITALISIERUNG UND EFFIZIENZ
Wirtschaftskammer NÖ-Direktor Johannes Schedlbauer machte deutlich, dass der Reformprozess mehr sei als ein Sparprogramm: „Wir stellen Strukturen, Prozesse und Aufgaben auf den Prüfstand und richten unsere Leistungen noch konsequenter an den Bedürfnissen der Betriebe aus. Gleichzeitig investieren wir gezielt in Digitalisierung und Effizienz. Unser Anspruch ist klar: eine starke Interessenvertretung und ein verlässlicher Partner für die niederösterreichischen Unternehmen – heute und in Zukunft.“
Zum Abschluss unterstrich Ecker die zentrale Rolle der Unternehmen für den Standort: „Ohne Unternehmerinnen und Unternehmer gibt es keinen Wohlstand. Und ohne Leistung gibt es keine Zukunft. Deshalb werden wir weiterhin mit voller Kraft für bessere Rahmenbedingungen kämpfen.“
Wirtschaftskammer Niederösterreich
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