Zadić/Grüne: VKI Test zu UV-Shirts reiht sich in Serie an mangelhaften Produkten für Kinder
Jeder neue Produkttest zeigt: Produkte für Kinder halten nicht was sie versprechen
„Der aktuelle VKI-Test zu UV-Shirts ist der nächste Warnruf. Wir erleben aktuell eine besorgniserregende Häufung von Fällen, in denen Produkte nicht halten, was sie versprechen oder sogar gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. Das ist kein Zufall mehr, das ist ein strukturelles Markt- und Kontrollversagen“, sagt Alma Zadić, Konsument:innenschutzsprecherin der Grünen, anlässlich der aktuellen VKI-Produkttests zu UV-Shirts und Trinksaugern.
Gerade bei Produkten für Kinder und Familien häuften sich problematische Befunde: BPA-Funde in Schnullern und Trinksaugern, Mikroplastik in Kindernahrung, PFAS und andere bedenkliche Chemikalien in Kleidung, Pestizidrückstände in Lebensmitteln oder Asbest in Spielzeug. Nun werfe der VKI-Test erneut die Frage auf, wie viel Schutz Werbeversprechen tatsächlich bieten. Und das bei UV-Shirts, die offiziell als Schutzkleidung gelten und daher besonders strengen Anforderungen unterliegen sollten. Gleichzeitig wurden bei Trinksaugern erneut problematische Stoffe wie BPA nachgewiesen.
„Wir dürfen das Vertrauen von Eltern und anderen Betreuungspersonen nicht verlieren. Gerade bei Kinderprodukten muss drin sein, was auch draufsteht. Wer ein UV-Shirt kauft, muss sich darauf verlassen können, dass der versprochene Schutz hält. Wer Babyprodukte kauft, darf keine gesundheitsschädlichen Chemikalien mitkaufen“, so Zadić.
Besonders problematisch sei, dass Missstände es an behördlichen Kontrollen fehle und Missstände häufig nur durch die Arbeit von NGOs aufgedeckt würden.
„Immer dieselbe Geschichte: Die Werbung verspricht Sicherheit, die Behörden schauen weg und am Ende finden der VKI, Greenpeace oder andere NGOs die Probleme. So darf Produktsicherheit nicht funktionieren“, kritisiert Zadić.
Die Grünen fordern daher deutlich mehr Schwerpunktkontrollen bei Kinder- und Gesundheitsprodukten, regelmäßige Überprüfungen von Werbeversprechen sowie empfindliche Strafen für Unternehmen, die Schutzwirkungen suggerieren, die Produkte nicht einhalten.
„Was auf der Verpackung steht, muss gelten. Gerade bei Kinderprodukten darf Sicherheit keine Glückssache sein“, so Zadić abschließend.
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