FPÖ – Fürst:„Diplomatie muss nach Einigung zwischen USA und Iran Vorrang haben, Frieden und Stabilisierung im Interesse aller Beteiligten“

Normalisierung der Beziehungen nach für alle Seiten unvorteilhaftem Konflikt notwendig – Österreich hat Chance als neutraler Vermittler verspielt

„Die Berichte über eine Einigung zwischen den USA und dem Iran sowie die damit verbundene Beendigung der jüngsten militärischen Auseinandersetzungen sind grundsätzlich positiv zu bewerten. Nach einem Konflikt, der für alle beteiligten Seiten erhebliche politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Belastungen mit sich gebracht hat, muss nun die Diplomatie wieder das Primat des Handelns übernehmen. Frieden und Stabilität sind die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung der gesamten Region“, erklärte heute FPÖ-Außenpolitik- und EU-Sprecherin NAbg. Dr. Susanne Fürst.

Die nun erzielte Verständigung müsse als Ausgangspunkt für eine schrittweise Normalisierung der Beziehungen genutzt werden. „Jede ernsthafte diplomatische Annäherung, die zur Deeskalation beiträgt und weitere militärische Eskalationen verhindert, ist zu begrüßen. Die Menschen in der Region haben ein Recht auf Frieden, Sicherheit und eine Perspektive jenseits von Konflikt und Gewalt“, betonte Fürst.

Dabei dürften auch die legitimen regionalen Sicherheitsinteressen Israels nicht außer Acht gelassen werden und müssten im Rahmen einer dauerhaften Friedensordnung entsprechende Berücksichtigung finden.

„Auch dem iranischen Volk ist eine Zeit des Friedens, der Stabilisierung und der wirtschaftlichen Erholung zu wünschen. Langfristige Sicherheit kann nur auf dem Fundament geordneter Verhältnisse und guter nachbarschaftlicher Beziehungen entstehen“, so Fürst.

Kritisch bewertete die freiheitliche Außenpolitiksprecherin die Rolle Österreichs in diesem Zusammenhang: „Gerade Österreich hätte aufgrund seiner Tradition als neutraler Brückenbauer und Gesprächsplattform die Möglichkeit gehabt, aktiv zur Vermittlung zwischen den Konfliktparteien beizutragen. Dass diese Rolle letztlich von Pakistan wahrgenommen wurde, zeigt einmal mehr, wie sehr Österreich unter der aktuellen Bundesregierung außenpolitisch an Bedeutung verloren hat.“

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