FPÖ – Haider kritisiert EU-Tötungsfantasien bei Sikahirschen
Abstruse EU-Verordnung zerstört die Existenz von hunderten Bauern
„Es ist völlig abstrus, dass aufgrund einer von Brüsseler Eurokraten erdachten Verordnung rund 7.000 Sikahirsche in Österreich getötet und damit rund 250 Bauern um ihre Existenz gebracht werden sollen“, kritisiert der freiheitliche Europaabgeordnete Mag. Roman Haider die Durchführungsverordnung der EU-Kommission aus dem letzten Jahr zur Verordnung über invasive Arten aus dem Jahr 2014. In dieser Durchführungsverordnung würden Sikahirsche als invasive Art gelistet, die bis August 2027 in Europa ausgelöscht werden solle, bereits ab August 2026 solle ein Paarungsverbot gelten. „Diese abwegigen Tötungsfantasien sind ein typisches Produkt Brüsseler Elfenbeintürme, die abseits jeglicher Realität agieren“, so Haider. Die Massentötungen würden die Existenz von rund 250 Landwirten zerstören, die Sikahirsche in Gehegen hielten. „Das ist völlig überschießend. Wenn es Probleme mit Sikahirschen gibt, ist ein nachhaltiges Wildmanagement mit entsprechenden Abschussplänen nötig und keine Massenschlachtung von in Gehegen lebenden Tieren“, stellt Haider fest. Sikahirsche wurden bereits im 19. Jahrhundert nach Europa eingeführt, so dass man durchaus Erfahrungen mit dieser Tierart habe.
Im Sinne der Subsidiarität müssten derartige Angelegenheiten von den betroffenen Nationalstaaten vor Ort behandelt werden – realitätsferne Verordnungen aus Brüssel seien kontraproduktiv. Die Durchführungsverordnung sei seit ihrem Erlass vor einem Jahr bereits umfassend ernsthafter Kritik ausgesetzt, dass die Kommission stur daran festhalte, demonstriere die dort vorherrschende Mischung aus autoritärem Denken, Trotz und Inflexibilität. „Landwirte, Jäger und Wildtierbiologen in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden wissen am besten, was zu tun ist, um Lösungen zu erzielen, die den wirtschaftlichen Bedürfnissen sowie dem Natur- und Tierschutz angemessen sind. Auf unqualifizierte Einmischungen aus Brüssel kann man dabei verzichten“, schließt Haider.
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