58. Fernsehpreis der Erwachsenenbildung feiert Medien als Bildungsinstrument für alle

Qualitätsjournalismus und Erwachsenenbildung als Grundpfeiler der Demokratie – 95 Einreichungen zeigen, wie Fernsehen Wissen für alle zugänglich macht.

Im ORF RadioKulturhaus wurden am 25. Juni 2026 die 58. FERNSEHPREISE DER ERWACHSENENBILDUNG verliehen. Die Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) ehrte damit Beiträge, die Wissen, Kultur und gesellschaftliche Fragen einem breiten Publikum zugänglich machen – und damit einen unverzichtbaren Beitrag zu Medienkompetenz und demokratischem Diskurs leisten.

Dass es dabei um mehr als nur um Unterhaltung geht, betonte Heinz Fischer, Bundespräsident a. D. und Präsident des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen, in seiner Eröffnungsrede:_ „Mit der Verleihung der Fernsehpreise würdigen wir nicht nur einzelne Sendungen oder Produktionen. Wir würdigen eine Haltung: den Anspruch, Medien verantwortungsvoll zu gestalten; den Anspruch, nicht nur Quote zu denken, sondern Wirkung; und den Anspruch, einen Beitrag zum demokratischen Zusammenleben zu leisten.“_

Diese Haltung ist heute dringender denn je. John Evers, KEBÖ-Vorsitzender und Sprecher der Jury, verwies auf die aktuellen Herausforderungen: „_Journalismus steht in Österreich durch wegbrechende Erlöse, sinkende Beschäftigtenzahlen und ein intransparentes Fördersystem bereits mit dem Rücken zur Wand. Gleichzeitig wachsen auch Forderungen, öffentlich-rechtliche Institutionen oder kritische zivilgesellschaftliche Akteure zu schwächen. Gerade deshalb kommt es jetzt darauf an, Medienpolitik neu auszurichten: mit klaren Qualitätskriterien, guten Arbeitsbedingungen, transparenter Förderung und einer konsequenten Absicherung von Unabhängigkeit als demokratischer Kernaufgabe.“_

PREISTRÄGER*INNEN DER 58. FERNSEHPREISE

In der Kategorie Literatur, Kultur und Kunst ging der Preis an „OHRENSCHMAUS – LITERATUR FÜR ALLE“ (ORF/Good Media Solutions). In der Kategorie Ökonomische, demokratische und politische Bildung wurde „MIET-MAFIA IN WIEN: WIE IMMOBILIENHAIE MIETER:INNEN LOSWERDEN“ (OKTO/Moment.at) ausgezeichnet. „MAYRS MAGAZIN“ (ORF) überzeugte in der Kategorie Wissenschaftsvermittlung, -kommunikation, technische Bildung und Digitalisierung, während „BADESCHLUSS – DAS ENDE DER SCHWIMMBÄDER“ (ORF) in der Kategorie Nachhaltigkeit und Zukunftskompetenzen siegte. Den Preis in der Kategorie Menschenrechte und Gesellschaft erhielt „ZU VIEL, ZU LAUT, ZU FRAU“ (3sat/Holy Screen Media).

AXEL CORTI-PREIS FÜR BARBARA WOLSCHEK

Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Axel Corti-Preises an ORF-Korrespondentin BARBARA WOLSCHEK, die eigens aus Washington anreiste. Die Jury würdigte ihr Engagement für klare, unaufgeregte Auslandsberichterstattung – besonders in einer Zeit, in der Desinformation und Polarisierung die öffentliche Debatte prägen. In ihrer Dankesrede betonte Wolschek die Dringlichkeit politischer Bildung mit den Worten: _„Wann, wenn nicht jetzt?_“ und appellierte an die Anwesenden, dem gesellschaftlichen Diskurs durch Zuhören mehr Raum zu geben.

MEDIEN ALS BILDUNGSINSTRUMENT FÜR ALLE

Die prämierten Beiträge zeigen: Fernsehen kann komplexe Themen verständlich machen, gesellschaftliche Diskussionen anstoßen und Bildung für alle zugänglich gestalten. _„Gerade in einer Zeit, in der Informationen jederzeit verfügbar sind, werden qualitätsvolle Inhalte immer wichtiger. Sie schaffen Orientierung, fördern kritisches Denken und stärken den demokratischen Diskurs. Genau deshalb leistet der Fernsehpreis der Erwachsenenbildung seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag: Er macht sichtbar, wie Wissen, Kultur, Wissenschaft und gesellschaftliche Fragen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können.“, _so die für Erwachsenenbildung zuständige Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner (BMFWF) in ihrer Videobotschaft.

Sprecher der Jury
Dr. John Evers
Telefon: 0699 18917529
E-Mail: john.evers@vhs.or.at

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