OTS-Entwurf Bund, Länder und Sozialversicherung einigen sich auf gemeinsamen bundesweiten Versorgungsplan für ME/CFS

Königsberger-Ludwig: „Menschen mit ME/CFS warten zu lange auf konkrete Hilfe. Versorgung muss verlässlich und unabhängig von Einkommen, Kontakten oder Wohnort zugänglich sein.“

Bund, Länder und Sozialversicherung haben sich heute in der Bundes-Zielsteuerungskommission auf einen gemeinsamen bundesweiten Versorgungsplan für postakute Infektionssyndrome, kurz PAIS, verständigt. Dazu zählen unter anderem ME/CFS und Long COVID. Der Beschluss schafft erstmals einen gemeinsamen Rahmen für klare Patient:innenpfade, einheitlichere medizinische Grundlagen und konkrete Modelle für den Ausbau der Versorgung in den Bundesländern.

Künftig soll österreichweit einheitlicher festgelegt werden, was als PAIS gilt, welche Diagnostik und Behandlung empfohlen wird und wie Betroffene durch das Gesundheitssystem begleitet werden. Gleichzeitig bekennen sich die Länder zu drei klaren Strukturmodellen für den Aufbau der Versorgung. Auch die Datenlage soll verbessert werden, damit Angebote künftig gezielter geplant und dort ausgebaut werden können, wo sie benötigt werden.

„Menschen mit ME/CFS, Long COVID und anderen postakuten Infektionssyndromen warten in Österreich immer noch zu lange auf konkrete Hilfe. Viele Betroffene werden von Stelle zu Stelle geschickt, ohne klare Diagnose, ohne passende Behandlung und oft ohne Verständnis. Mit dem heutigen Beschluss schaffen wir endlich Verbindlichkeit, klare Zuständigkeiten und einen strukturierten Versorgungsaufbau“, sagt STAATSSEKRETÄRIN ULRIKE KÖNIGSBERGER-LUDWIG. „Niemand soll mehr mit einer schweren Erkrankung im System alleingelassen werden. Versorgung darf nicht von Geld, Kontakten oder Wohnort abhängen, sondern muss für alle zugänglich sein.“
CORNELIA HAGELE, TIROLER LANDESRÄTIN FÜR GESUNDHEIT:

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz
Jakob Kramar-Schmid, BA MA
E-Mail: jakob.kramar-schmid@sozialministerium.gv.at
Website: https://www.sozialministerium.gv.at/

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