Heimtiere bei Hitze: Diese 5 Fehler bringen Mauntzi und Co. ins Schwitzen

Tierschutzombudsstelle Wien informiert über das richtige Verhalten bei hohen Temperaturen

Ein schönes Plätzchen für Meerschweinchen auf der Wiese, eine Abkühlung für den Hund im Badesee oder ein luftiger Sommerplatz für Wellensittiche am Balkon – all das klingt verlockend, kann für Tiere bei Hitze aber gefährlich werden. Wer seinen tierischen Begleitern an heißen Tagen etwas Gutes tun möchte, kann ihnen unbeabsichtigt schaden. Die Tierschutzombudsstelle Wien beschreibt die fünf größten Fehler im Umgang mit Hund, Katze und Co. bei Hitze und erklärt, wie Tierhalter*innen ihre Schützlinge richtig erfrischen.

1. Hunde: Sprung ins kühle Nass

Ob am Badesee im Urlaub oder am Flussufer in der Stadt: Für viele Hunde ist das Wasser an heißen Tagen eine willkommene Erfrischung. Doch Vorsicht: Überhitzte Hunde sollten niemals ins kalte Wasser springen. Dabei kann die Aorta reißen, was innerhalb weniger Augenblicke tödlich enden kann. Auch nicht jeder Hund ist eine Wasserratte. Tiere sollten daher nicht „zwangserfrischt“ werden, indem man sie bespritzt oder ins Wasser wirft. Die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy rät stattdessen: „Suchen Sie bitte eine flache Einstiegsstelle, an der der Hund jederzeit selbstständig und in seinem Tempo ins Wasser gehen kann – und auch wieder hinaus.“

2. Katzen: Frische Brise am offenen Fenster

Wenn die Temperaturen am Abend sinken, werden in vielen Wohnungen Fenster und Balkontüren geöffnet. Die frische Luft tut Mensch und Tier gut. Bei ungesicherten Fenstern und Balkonen kann das für Wohnungskatzen jedoch schnell gefährlich werden. In Wien verletzen sich in der warmen Jahreszeit rund 15 Katzen pro Tag infolge von Stürzen – teils schwer. Tierschutzombudsfrau Eva Persy empfiehlt: „Sichern Sie Fenster und Balkone mit Absturzgefahr fachgerecht mit einem Gitter oder Netz. So schützen Sie Ihre Katze und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben.“

3. Kleintiere: Im (Klein-)Gartenparadies

Viele Wiener*innen verbringen den Sommer im Garten oder Kleingarten und möchten ihre Tiere daran teilhaben lassen. Doch Kaninchen und andere Kleintiere einfach im Käfig ins Freie zu stellen oder auf ein abgestecktes Stück Rasen zu setzen, kann rasch zu einem Hitzschlag führen. Eva Persy rät: „Wer seine Kleintiere zeitweise oder dauerhaft draußen halten möchte, muss ein Außengehege mit Schattenplätzen und Kühlmöglichkeiten errichten, das unabhängig vom Stand der Sonne vor Hitze schützt.“

4. Vögel: Dem Himmel so nah

Auch manche Vogel-Halter*innen möchten ihren Lieblingen an warmen Tagen einen Platz an Luft und Sonne bieten. Doch Fensterplätze und Balkone sind tabu. Die Voliere gehört an einen gut temperierten, zugfreien Ort. Wellensittich und Co. müssen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Eva Persy empfiehlt eine sanfte Erfrischung: „Viele Vögel lieben eine leichte Dusche aus der Sprühflasche. Füllen Sie die Flasche mit handwarmem Wasser und benetzen Sie die Tiere vorsichtig. So ist der ausströmende Sprühnebel angenehm und nicht zu kalt.“

5. Hunde: Heiß auf Eis

Auch für Hunde kann Eis eine erfrischende Sommerbelohnung sein, und manche Halter*innen teilen gerne ihre Portion mit dem Vierbeiner. Doch Vorsicht: In immer mehr Eissorten steckt Birkenzucker (Xylit) – für Hunde hochgiftig. Schon wenige Gramm können lebensbedrohlich sein, im schlimmsten Fall tödlich. Auch Milchzucker oder Schokolade können zusätzlich schaden. Eva Persy rät: „Machen Sie Hundeeis selbst, indem Sie gut verträgliche Zutaten pürieren und in einem Muffinförmchen oder Schleckspielzeug einfrieren. Alternativ gibt es spezielle Fertigprodukte oder Eis für Vierbeiner. So steht dem kühlen Schleckvergnügen nichts im Weg.“

Eva Persy
Tierschutzombudsstelle Wien
Telefon: +43 1 4000 7507 9
E-Mai: post@tow-wien.at

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