FPÖ – Brückl: „Debatte über Vorverlegung der Sommerferien ist realitätsfern und löst kein einziges Problem“
„Statt Scheindebatten braucht es hitzefitte Schulen, mehr Autonomie für Direktoren und eine bessere Ausstattung der Klassenzimmer“
Die aktuelle Debatte der Regierungsparteien sowie der SPÖ über eine mögliche Vorverlegung der Sommerferien aufgrund von Hitzewellen stieß beim FPÖ-Bildungssprecher auf großes Unverständnis, denn für Hermann Brückl geht dieser von den NEOS initiierte Vorstoß nämlich völlig an der Realität und den tatsächlichen Bedürfnissen der heimischen Schulen vorbei. „Diese künstlich aufgeheizte Diskussion soll wohl lediglich vorzeitig das politische Sommerloch füllen und ist aus mehreren Blickwinkeln schlichtweg obsolet. Unser Wetter ist keine fixe Größe, sondern verändert sich sowohl zyklisch als auch azyklisch und lässt sich nicht durch politische Beschlüsse steuern. Was heute gilt, kann in fünf Jahren schon wieder völlig anders aussehen. Zudem sind unsere großen Sommerferien ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor, der über Jahrzehnte gewachsen ist. Viele Betriebe, insbesondere im heimischen Tourismus, haben ihre Planungen und Abläufe darauf abgestimmt. Ein unüberlegtes Herumpfuschen am Ferienkalender gefährdet diese gewachsene Stabilität“, kritisierte Brückl.
Darüber hinaus würden die Pläne die Lebensrealität der Familien völlig ignorieren, betonte der freiheitliche Bildungssprecher. Eltern, Lehrer und Schüler hätten ihre Sommermonate längst geplant. „Dabei geht es um hart erarbeitete Urlaube und vor allem um die ohnehin schon angespannte Betreuungssituation für die Kinder. Wenn man die Ferien einfach vorverlegt, müssten logischerweise auch die Sommerschule sowie sämtliche Betreuungsangebote und organisatorischen Konzepte völlig neu aufgerollt werden. Das ist ein bürokratischer Schildbürgerstreich, der am Ende niemandem hilft, sondern lediglich Chaos verursacht“, erklärte Brückl.
Die wahre Lösung liege für die Freiheitlichen in einer Modernisierung der schulischen Infrastruktur und in mehr Eigenverantwortung vor Ort. „Wir brauchen eine stärkere Autonomie der einzelnen Schulen, damit Direktoren flexibel hitzefreie Tage anordnen können. Vor allem aber brauchen wir endlich eine hitzefitte Ausstattung der Klassenzimmer einschließlich der Anschaffung von Klimaanlagen. Dass unsere Kinder in den Schulen schwitzen müssen, ist ein absolutes Armutszeugnis für frühere und aktuelle Bildungsminister. Auch NEOS-Minister Wiederkehr bildet hier leider keine Ausnahme und glänzt durch Tatenlosigkeit, anstatt unsere Schulen baulich endlich ins 21. Jahrhundert zu führen“, forderte der FPÖ-Bildungssprecher.
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