ÖGfE-Schmidt: Eurobarometer-Umfrage zeigt Wunsch nach mehr Engagement für die Alltagssorgen der Menschen
Energiesicherheit, leistbares Leben, Soziales und Stärkung von Wirtschaft und Beschäftigung als zentrale Aspekte
_„Die aktuelle Eurobarometer-Umfrage des Europäischen Parlaments bestätigt, dass die Österreicherinnen und Österreicher den Mehrwert der EU-Mitgliedschaft schätzen. Gleichzeitig zeigen die Daten, wo sie sich mehr europäisches Engagement erwarten: insbesondere bei Energiesicherheit, Fragen der Leistbarkeit, sozialen Aspekten und der Stärkung von Wirtschaft und Beschäftigung,“ _kommentiert Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) die Ergebnisse der EU-weiten Befragung.
62 Prozent der Befragten sehen hierzulande Vorteile in der EU-Mitgliedschaft, für drei Viertel ist die Europäische Union ein Ort der Stabilität in der Welt, 58 Prozent blicken mit Optimismus in die Zukunft der EU. Gleichzeitig gibt ein Drittel an, dass die EU-Mitgliedschaft keine Vorteile für unser Land bringt, 37 Prozent sind pessimistisch, wie es mit der EU weitergehen soll. Frustration, Ängste und Wut sind in Österreich deutlich höher als im EU-Durchschnitt, ebenso die Erwartungen hinsichtlich des Lebensstandards.
_„Die heimische Stimmungslage spiegelt die innenpolitische Debatte sowie die Sorgen und Prioritäten der Österreicher wider. Verteidigungs- und Sicherheitsfragen sowie mehr Finanzmittel für die Union spielen für die Bevölkerung eine geringere Rolle als im EU-Durchschnitt“_, sagt Schmidt._ „Relevant sind hingegen vor allem Themen, die den persönlichen Alltag betreffen. Auf diese wünschen sich die Menschen konkrete europäische Antworten.“_
Während 45 Prozent in Österreich meinen, dass die EU beim Schutz der europäischen Bürger:innen vor globalen Krisen und Sicherheitsgefahren künftig eine wichtigere Rolle spielen soll, sind 68 Prozent EU-weit dieser Ansicht. 62 Prozent sagen, dass die EU mehr Mittel benötigt, um die aktuellen Herausforderungen zu stemmen, im EU-Durchschnitt sind es 73 Prozent. Für 32 Prozent sollte sich die EU in Zukunft verstärkt auf Verteidigung und Sicherheit konzentrieren, im EU-Mittel sind es 39 Prozent. Dagegen wird etwa der Ernährungssicherheit und Landwirtschaft hierzulande höherer Stellenwert eingeräumt, als dies insgesamt in der EU der Fall ist (Österreich: 30 Prozent | EU-27: 23 Prozent), dasselbe gilt für die Bekämpfung der Inflation (Österreich: 52 Prozent | EU-27: 47 Prozent) sowie dem Punkt Wirtschaft und Schaffung von Arbeitsplätzen (Österreich: 40 Prozent | EU-27: 35 Prozent)
_„Wird das zentrale Wohlstandsversprechen Europas eingehalten, gehen auch Skepsis und Unzufriedenheit wieder zurück. Entscheidend dafür ist, Antworten auf die die Probleme der Menschen zu geben und den realen Mehrwert der europäischen Integration im täglichen Leben kontinuierlich unter Beweis zu stellen“,_ so Schmidt abschließend.
Österreichische Gesellschaft für Europapolitik
Mag. Paul Schmidt
Telefon: (+43-1) 533 49 99
E-Mail: paul.schmidt@oegfe.at
Website: https://www.oegfe.at
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