GÖD-Gesundheitsgewerkschaft: Pflegebonus wird gesetzlich abgesichert – ein wichtiger Erfolg für 180.000 Beschäftigte
Waldhör: „Schumann hält Wort – jetzt müssen alle Gesundheitsberufe berücksichtigt werden“
Die GÖD-Gesundheitsgewerkschaft begrüßt die zweckgebundene Absicherung des Pflegebonus bis 2028. Damit ist sichergestellt, dass die Entgelterhöhung auch in den kommenden Jahren bei jenen ankommt, die täglich die Gesundheits- und Pflegeversorgung in Österreich sichern.
„Die rund 180.000 Beschäftigten haben sich diese Anerkennung verdient. Die gesetzliche Regelung bringt Sicherheit und ist ein wichtiges Signal für Menschen, die seit Jahren unter großem Druck arbeiten. Wir begrüßen, dass Sozialministerin Korinna Schumann ihre Zusage einhält“, sagt Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft.
Die Gewerkschaft erinnert daran, dass sie gemeinsam mit vielen Beschäftigten und der Bevölkerung in Salzburg im vergangenen Jahr für den Erhalt des Pflegebonus gekämpft hat. Die Absicherung bis 2028 ist ein wichtiger Erfolg, aber nur ein Zwischenschritt.
„Wir bedanken uns für diese Entscheidung. Gleichzeitig ist klar: Der Personalmangel wird 2028 noch nicht gelöst sein. Deshalb braucht es schon jetzt weitere Schritte, um die Gesundheitsberufe langfristig attraktiver zu machen“, so Waldhör.
Kritik kommt von der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft daran, dass andere Gesundheitsberufe weiterhin außen vor bleiben. Dazu zählen vor allem die gehobenen medizinischen, therapeutischen und diagnostischen Gesundheitsberufe (MTDG-Berufe) sowie die Medizinischen Assistenzberufe (MAB).
„Ein Krankenhaus funktioniert nur im Team. Neben Pflege und Medizin leisten auch die MTDG- und MAB-Berufe täglich unverzichtbare Arbeit rund um die Uhr. Sie sind ebenfalls vom Personalmangel betroffen und tragen große Verantwortung für die Versorgung der Patientinnen und Patienten“, hält Waldhör fest.
Derzeit profitieren diese Berufsgruppen weder vom Pflegebonus noch von den jüngsten Verbesserungen bei der Schwerarbeitsregelung.
„Wertschätzung darf nicht bei einzelnen Berufsgruppen enden. Auch die MTDG- und MAB-Berufe haben sich diese Anerkennung verdient – nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir die Herausforderungen im Gesundheitswesen bewältigen wollen, müssen wir das gesamte Team stärken“, betont Waldhör.
Die GÖD-Gesundheitsgewerkschaft fordert daher, die Anreize rasch für alle Gesundheitsberufe zu setzen – bei Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Anerkennung als Schwerarbeiter:innen.
GÖD-Gesundheitsgewerkschaft
Reinhard Waldhör, Vorsitzender
Telefon: 0676 6066250
E-Mail: gesundheitsgewerkschaft@goed.at
Website: https://gesundheitsgewerkschaft.goed.at
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